Klimaverträgliche Angebote
Es ist unser größtes Anliegen, den Ansprüchen unserer Kunden zu genügen. Ein wichtiger Anspruch ist der Schutz von Umwelt und Klima auch bei unseren Produkten. Wir haben uns viel vorgenommen.
Unsere Kunden wollen wir mit Produkten hoher Qualität begeistern. Dazu gehört auch, dass die Produkte bei Herstellung, Transport und Gebrauch möglichst wenig klimaschädliche Emissionen verursachen. Um herauszufinden, wie wir dies zukünftig noch besser umsetzen können, engagieren wir uns seit 2008 im deutschen Projekt „Product Carbon Footprint“. Klimaverträglichen Strom von dem unabhängigen Ökostromanbieter LichtBlick haben wir über eine Markenkooperation in drei zeitlich begrenzten Aktionen unseren Kunden angeboten. Und auch die EU-Richtlinie zum Ökodesign gibt uns neue Impulse. Wir arbeiten daran, die Energieeffizienz unserer Elektrogeräte weiter zu optimieren.  
 
Ökostrom für Tchibo Kunden
 
Seit 2007 haben wir mehrmals  mit dem Stromanbieter LichtBlick kooperiert und in unseren Filialen und Webshops unseren Kunden in regelmäßigen Abständen Lichtblick Ökostrom zum „Tchibotarif“ angeboten. In den Jahren 2007 und 2008 gab es die Besonderheit, dass LichtBlick in Partnerschaft mit „GEO schützt den Regenwald e. V.“ und DECOIN (Defensa y Conservación Ecológica de Intag) für jeden Neukunden, der über die Kooperation mit Tchibo gewonnen wurde, zehn Quadratmeter Regenwald in Ecuador unter Schutz stellte. Im Rahmen dieses Projekts werden Regenwaldflächen erworben, die dann von den lokalen involvierten Gemeinden in ökologisch verträglicher Landwirtschaft genutzt oder von ihnen unter Schutz gestellt werden. So soll die Abholzung des Regenwaldes gestoppt und die Entwicklung der Region nachhaltig gefördert werden.
 
Im Rahmen unserer LichtBlick-Aktion im Februar 2009 gab es zum ersten Mal die Möglichkeit, neben Ökostrom auch Gas mit mindestens 5% Biogasanteil zu erwerben.

Pilotprojekt Product Carbon Footprint
 
In den Jahren 2008 und 2009 engagierte sich Tchibo in dem deutschen Pilotprojekt „Product Carbon Footprint“ (PCF), das unter der Trägerschaft von WWF, dem Öko-Institut e.V., dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und THEMA1 unter anderem die Berechnung des produktbezogenen CO2-Fußabdrucks verschiedener Konsumgüter verfolgte. Neun weitere Unternehmen nahmen an dem Pilotprojekt teil: T-Home, FroSTA, dm-drogerie markt, Henkel, DSM, REWE, Tengelmann, BASF und Tetra Pak.
 
Ein „Product Carbon Footprint“, also ein produktbezogener CO2-Fußabdruck, addiert alle Emissionen von Treibhausgasen, die mit Herstellung, Transport, Nutzung und Entsorgung von Waren und Dienstleistungen einhergehen. Hauptaufgabe der Projektteilnehmer war es zunächst, für ausgewählte Produkte die Emissionen an CO2 und anderen Treibhausgasen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu ermitteln und zu bilanzieren. Mithilfe dieser Bilanzierungen wurden  anschließend ergänzende Empfehlungen zur Unterstützung der Ausarbeitung einer international einheitlichen und wissenschaftlich fundierten Methodik für die Erfassung und Kommunikation von produktbezogenen „Carbon Footprints“ erarbeitet.
 
Die Ergebnisse des PCF-Pilotprojekts wurden 2009 in einem Bericht veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie hier.

Unsere CO2-Bilanzergebnisse
 
Tchibo hat im Rahmen des PCF-Pilotprojekts einen von der Rainforest Alliance zertifizierten Kaffee sowie eine von einem unserer strategischen Lieferanten in Asien produzierte Sporttasche bilanziert.
 
Dabei wurden für beide Produkte sämtliche Lebenszyklusphasen (siehe Abbildungen unten) bilanziert und vor allem auf die besonders relevanten CO2-Emissionsquellen – sogenannte „Hot Spots“ –  untersucht.
Für die ausgewählte Tchibo Privat Kaffee Rarität Machare aus Tansania konnten wir ermitteln, dass der Kaffeeanbau einer der beiden Hot Spots der Treibhausgasemissionen ist. Hierfür ist die Nutzung von landwirtschaftlichen Einsatzstoffen wie Dünger und Pflanzenschutzmittel besonders verantwortlich. Daneben ist die Zubereitung des Kaffees die zweite große Quelle für CO2-Emissionen . Das heißt, der Verbraucher kann durch die Auswahl der Zubereitungsmethode bzw. der für die Zubereitung verwendeten Maschine einen Beitrag zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks leisten. Die Transporte entlang der Wertschöpfungskette sowie die Röstung und Verpackung des Kaffees haben in der Gesamtbilanz dagegen nur geringe Bedeutung.
Bei der Bilanzierung der Sporttasche stellte sich heraus, dass der „Hot Spot“ die Herstellung und Verarbeitung der Kunststofffasern ist: Auf die Garnvorbereitung sowie das Färben, Behandeln und Nähen der Vorprodukte entfällt der bei Weitem größte Anteil der Treibhausgasemissionen.
Lehren aus der Bilanzierung
 
Aus den Ergebnissen unserer Bilanzierungen, insbesondere des Kaffees, haben wir viel gelernt und sind derzeit dabei, entsprechende Folgemaßnahmen umzusetzen.
 
Der nachhaltige Kaffeeanbau ist elementar wichtig für die Erhaltung von Kaffee höchster Qualität – in sensorischer wie in ökologischer Hinsicht. Tchibo wird sich zukünftig noch intensiver mit der ökologischen Optimierung der Wertschöpfung bei der Herstellung seines Kaffees befassen. Dazu werden wir uns mit den Möglichkeiten, im Anbau und der Verarbeitung des Rohkaffees sowie bei der Zubereitung des Kaffees durch den Kunden die Treibhausgasemissionen weiter zu senken, intensiv auseinandersetzen. Insbesondere im Kaffeeanbau werden wir uns gemeinsam mit anderen Unternehmen und Organisationen für eine Emissionsminderung einsetzen. Darüber hinaus werden wir die Möglichkeiten der Kompensation der Treibhausgasemissionen innerhalb der Wertschöpfungskette prüfen und dabei insbesondere Kosten und Nutzen berücksichtigen.
 
Die CO2-Bilanz der untersuchten Sporttasche lässt den Schluss zu, dass die Auswirkungen auf das Klima vor allem durch ein „grünes Design“ positiv beeinflusst werden können. Dies betrifft die bewusste Auswahl der Materialien, die Anzahl und Beschaffenheit der Accessoires und Applikationen sowie spezifische Charakteristika wie Farbe und Aussehen.
Wir haben damit begonnen, für unsere Produktdesigner und Qualitätsentwickler einen Kriterienkatalog mit Möglichkeiten zur Verbesserung der Umwelt- und Klimabilanz neuer Produkte zu entwickeln.
 
Wir sehen in der Berechnung von produktbezogenen CO2-Bilanzen einen wichtigen ersten Schritt zur Ableitung von Klimaschutzmaßnahmen und nehmen daher auch am Folgeprojekt des „PCF-Pilotprojekts“, der „Plattform für klimaverträglichen Konsum“, die im Januar 2010 gestartet wurde, teil. Neben der Fortentwicklung der Methodologie für die Bilanzierung von produktbezogenen CO2-Fußabdrücken und der Unterstützung ihrer internationalen Standardisierung wird insbesondere die Förderung des klimaverträglichen Konsums ein wichtiges Thema sein.
 
Nähere Informationen zur Plattform für "klimaverträglichen Konsum" finden Sie hier: www.pcf-projekt.de  
 
Mehr Energieeffizienz bei Elektrogeräten
 
Ökologische Aspekte werden bei Tchibo bereits bei der Entwicklung von Elektrogeräten berücksichtigt. Dieser Ansatz entspricht der EU-Ökorichtlinie, die durch das Gesetz über die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte (Energiebetriebene-Produkte-Gesetz - EBPG) in deutsches Recht umgesetzt wurde. Ziel des Gesetzes ist es, die Energieeffizienz und die allgemeine Umweltverträglichkeit von Elektrogeräten und energieverbrauchsrelevanten Produkten (wie z.B. Fenster) zu steigern. 
Hierfür werden derzeit auf europäischer Ebene Mindeststandards für einzelne Produktgruppen erstellt, zum Beispiel verbindliche Stromverbräuche im Standby Zustand oder andere Vorgaben für eine umweltgerechte Produktgestaltung.  
 
Auch Tchibo ist von dieser Richtlinie betroffen. Für uns stellt dies aufgrund unseres einzigartigen Geschäftsmodells eine besondere Herausforderung dar, denn wir bieten nicht nur eine Produktgruppe, sondern ein breites Produktspektrum verschiedenster energieverbrauchender Geräte an.
 
Im Zuge der Umsetzung der EU-Ökodesignrichtlinie wird unter anderem die Minimierung des Energieverbrauchs von Elektrogeräten im Standby Betrieb ein wichtiges Thema für uns sein. Denn gerade die Energiesparmöglichkeiten im Standby-Betrieb werden meist unterschätzt. Bei unseren Produkten konnten wir den Stromverbrauch im Standby Betrieb in den letzten Jahren kontinuierlich auf unter ein Watt senken. Damit erfüllen alle Tchibo-Produkte die strengen Anforderungen einer EU-Verordnung an Maximalverbrauchswerte im Standbybetrieb für Haushalts- und Bürogeräte ab 2010. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Stromverbrauch auf unter 0,5 Watt zu senken, um so früh wie möglich die noch strengeren Anforderungen ab 2013 erfüllen zu können.
Seite drucken
Seite weiterleiten
Ihre Meinung, Ihre Fragen
Downloads