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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2014

Gemeinsam Bedingungen verbessern – wirtschaftlichen Erfolg sichern

Jede Woche überra­schen wir unsere Kunden mit Produkten einer neuen und attrak­tiven Themenwelt. Dabei legen wir nicht nur Wert auf hohe Qualität zu fairen Preisen. Vielmehr achten wir auch darauf, dass bei der Herstellung soziale und ökolo­gische Mindest­stan­dards einge­halten werden und setzen uns dafür ein, dass sich die Bedin­gungen vor Ort konti­nu­ierlich verbessern. Wir nehmen unsere Verant­wortung als werte­ori­en­tiertes Famili­en­un­ter­nehmen ernst und sind der Überzeugung, dass unter­neh­me­ri­scher Erfolg nicht zulasten von Mensch und Umwelt gehen darf.

Unser wöchentlich wechselndes Gebrauchs­ar­tikel-Sortiment ist vielfältig: 2014 umfasste es rund 3.000 Artikel. Mit unserem neuen Sortiment „Tchibo Lieblings­stücke“ bieten wir seit 2014 zudem die rund 300 belieb­testen Produkte dauerhaft in unserem Online-Shop an. Unsere Gebrauchs­ar­tikel werden in Produk­ti­ons­stätten unseres globalen Liefe­r­an­ten­netz­werks herge­stellt, vor allem in Asien und Europa.

Chancen globa­li­sierter Arbeits­teilung nutzen, Menschen betei­ligen und Umwelt schützen

Schwellen- und Entwick­lungs­länder haben im Zuge der Globa­li­sierung arbeits­teilige und arbeits­in­tensive Indus­trien aufgebaut. Große Stück­zahlen werden in Deutschland nicht mehr produ­ziert. Daher kommt ein hoher Anteil der gefer­tigten Konsum­güter aus China und anderen Ländern Asiens. Die niedrigen Ferti­gungs­kosten wiegen die höheren Kosten für Trans­porte nach Europa bei Weitem auf. Die Produ­zenten vor Ort haben sich außerdem gutes Fachwissen angeeignet, sodass die Produkte unsere hohen Quali­täts­an­for­de­rungen wie Produkt­si­cherheit und Langle­bigkeit erfüllen. Vor allem junge Menschen in Schwellen- und Entwick­lungs­ländern finden in den Indus­trie­be­trieben Arbeit und verbessern damit ihre beruf­lichen wie privaten Perspek­tiven. Diese Indus­tria­li­sierung bringt aber auch soziale, ökolo­gische und politische Heraus­for­de­rungen mit sich: Fabrik­ar­beiter sind häufig unzurei­chend vor Unfall­ri­siken geschützt, ihre Löhne reichen oft nicht aus, um sie und ihre Familien zu ernähren, die Produk­ti­ons­pro­zesse belasten die Umwelt. Zugleich mangelt es vielfach an Trans­parenz und der Möglichkeit, höhere soziale und ökolo­gische Standards politisch durch­zu­setzen. Wir sind überzeugt: Die inter­na­tionale Arbeits­teilung kann für alle Chancen eröffnen – aller­dings nur, wenn sie nicht auf Kosten von Mensch und Umwelt geht. Als verant­wor­tungs­voller Auftrag­geber engagieren wir uns deshalb für eine nachhal­tigere Gestaltung der Wertschöp­fungs­ketten unserer Gebrauchs­ar­tikel (Heraus­for­derung faire Löhne in den Herstel­ler­ländern).

Ganzheit­liches Liefe­ran­ten­ma­na­gement: Basis für Trans­parenz und Parti­zi­pation

Als eines der größten deutschen inter­na­tional tätigen Konsum­güter- und Einzel­han­dels­un­ter­nehmen übernimmt Tchibo Verant­wortung für seine gesamten Wertschöp­fungs­ketten. Seit 2006 ist Nachhal­tigkeit integraler Bestandteil unserer Geschäftss­tra­tegie. Auf dem Weg zu einer nachhal­tigen Geschäftstä­tigkeit gestalten wir Schritt für Schritt sämtliche Produkte und Prozesse, zum Beispiel die Einkaufs- und Sourcing-Prozesse, in unserem Geschäft umwelt- und sozial­ver­träglich.

Schwer­punkte unserer Maßnahmen auf dem Weg zu einer nachhal­tigen Geschäftstä­tigkeit

Wir konzen­trieren uns bei der Umgestaltung unserer Geschäftstä­tigkeit in der Wertschöp­fungs­kette Gebrauchs­ar­tikel auf die Bereiche, in denen unsere Auswir­kungen auf Mensch und Umwelt am größten sind und wo wir gleich­zeitig am meisten Einfluss ausüben können, das heißt

  • verant­wor­tungs­volle Geschäftsprak­tiken gemeinsam mit Stake­holdern umsetzen,
  • Rohstoffe und Materialien schritt­weise nur noch aus verant­wort­lichen Quellen beziehen,
  • Arbeits- und Umwelt­be­din­gungen an den Produk­ti­ons­stand­orten dauerhaft verbessern,
  • struk­tu­relle Heraus­for­de­rungen durch branchen­über­grei­fende Allianzen angehen.

Zugleich arbeiten wir daran, Trans­parenz und Verläss­lichkeit in der Frage zu schaffen, wo und unter welchen Bedin­gungen unsere Waren gefertigt werden.

Prinzipien unseres verant­wort­lichen Handelns

Den Rahmen für verant­wort­liches Handeln bilden die Leitprin­zipien für Unter­nehmen und Menschen­rechte der Vereinten Nationen (auch UN Guiding Principles oder Ruggie-Prinzipien genannt, nach dem damaligen UN-Sonder­be­auf­tragten Professor John Ruggie) und die Konven­tionen der Inter­na­tio­nalen Arbeits­or­ga­ni­sation (Inter­na­tional Labour Organi­zation – ILO). Ein weiterer Grundsatz unserer Arbeit ist die Einbe­ziehung lokaler Stake­holder. Im Fokus stehen hierbei die Inter­essen der Fabrik­ar­beiter und die ökolo­gi­schen Auswir­kungen der gesamten Liefer­kette. Auf Basis der inter­na­tio­nalen Standards und vor dem Hinter­grund der Stake­holder-Erwar­tungen haben wir für unsere Arbeit folgende klare und verbind­liche Prinzipien formu­liert:

  • Dialog und Mitbe­stimmung: Wir binden in der Zusam­men­arbeit mit unseren Liefe­ranten sowohl das Management (Top-down) als auch die Arbeiter (Bottom-up) ein. Nur durch die Integration aller Inter­essen können akzep­table Lösungen für alle Betei­ligten gefunden werden.
  • Zielvor­gaben und Erfolgs­ori­en­tierung: Wir definieren anspruchs­volle, aber realis­tische Ziele, überprüfen Ergeb­nisse regel­mäßig und arbeiten an konti­nu­ier­lichen Verbes­se­rungen.
  • Verant­wortung im Tages­ge­schäft: Wir ermutigen und befähigen unsere opera­tiven Abtei­lungen wie etwa den Einkauf, das Quali­täts­ma­na­gement oder das Marketing, eigen­ständig Verant­wortung für Verän­de­rungen zu übernehmen und Maßnahmen umzusetzen.
  • Offenheit und Lernbe­reit­schaft: Wir wollen nicht belehren, sondern hören den Stake­holdern vor Ort zu, öffnen uns für deren Sicht­weisen, sprechen Probleme offen an, sind selbst­kri­tisch und lernen aus Fehlern.

Mit diesem Ansatz erzielen wir verbes­serte Arbeits- und Produk­ti­ons­be­din­gungen, sichern langfristige Kapazi­täten für unsere Beschaffung und schaffen Produkte, die unseren Kunden eine nachhaltige Kaufent­scheidung erleichtern – und damit dauerhaft zu unserem Geschäfts­erfolg beitragen.

Verant­wor­tungs­volle Geschäftsprak­tiken gemeinsam mit Stake­holdern umsetzen

Nachhal­tigkeit ist seit 2006 fest in unsere Tchibo Geschäftss­tra­tegie, in die Tchibo DNA und den Verhal­tens­kodex (Code of Conduct) für unsere Mitar­beiter integriert und somit Bestandteil aller Geschäftspro­zesse. Auch in unseren Bezie­hungen zu Liefe­ranten und Geschäfts­partnern verfolgen wir nachhaltige Ziele. Das Fundament hierfür bildet der ebenfalls seit 2006 beste­hende Tchibo Social and Environ­mental Code of Conduct (SCoC). Er ist Grundlage aller Einkaufs­ver­träge und verpflichtet unsere Liefe­ranten auf die Einhaltung sozialer und ökolo­gi­scher Standards. In ihm sind zentrale Anfor­de­rungen wie faire Löhne, sichere Arbeits­be­din­gungen oder Umwelt­ma­na­ge­ment­systeme in den Produk­ti­ons­stätten unserer Liefe­ranten verankert. Darüber hinaus ist es uns wichtig, dass Fabrik­ar­beiter ihre Arbeits­be­din­gungen selbst­ständig mitge­stalten können. Deshalb bieten wir Managern und Beschäf­tigten mit dem Quali­fi­zie­rungs­pro­gramm WE (Worldwide Enhan­cement of Social Quality) Möglich­keiten, sich mit Unter­stützung von Trainern im Dialog auf Verbes­se­rungen am Arbeits­platz zu einigen und diese gemeinsam umzusetzen. Des Weiteren betei­ligen wir uns an Initia­tiven mit dem Ziel, das Recht auf Organi­sa­ti­ons­freiheit und Kollek­tiv­ver­hand­lungen durch­zu­setzen.

Mit unseren eigenen Standards und Liefe­ran­ten­pro­grammen können wir in Ländern wie China oder Bangla­desch vieles erreichen, einiges aber auch nicht. Der Einsturz des Fabrik­ge­bäudes Rana Plaza 2013 in Bangla­desch mit mehr als 1.100 Toten hat das Ausmaß der Missstände deutlich gemacht und gezeigt: Beste­hende Struk­turen können nur verändert und Katastrophen dieser Art nur vermieden werden, wenn alle relevanten Akteure in den Wertschöp­fungs­ketten an einem Strang ziehen. Deshalb gehen wir gezielt Koali­tionen wie den „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ ein. In diesem Bündnis arbeiten wir gemeinsam mit weiteren Unter­nehmen und Stake­holdern an struk­tu­rellen Lösungen, um die Bedin­gungen der gesamten Textil­branche in Bangla­desch zu verbessern (Verant­wor­tungs­volle Geschäftsprak­tiken).

Verar­beitete Rohstoffe und Materialien schritt­weise auf verant­wort­liche Quellen umstellen

Produkte, die wir anbieten, haben viele Ansprüche zu erfüllen: Sie müssen gut verar­beitet sein, aktuellen Trends entsprechen und dabei gleich­zeitig langlebig sein. Qualität bedeutet für uns und unsere Kunden aber auch, dass die darin verar­bei­teten wertvollen Rohstoffe nachhaltig gewonnen werden. Tchibo bezieht diese daher zunehmend aus sozial- und umwelt­ver­träg­lichen Quellen. Bei den Rohstoffen Baumwolle, Holz und Zellstoff arbeiten wir mit inter­na­tional anerkannten Standard­or­ga­ni­sa­tionen und Experten aus der Industrie zusammen. Bei Materialien wie Leder oder tieri­schen Fasern, für die bisher keine anerkannten Zerti­fikate oder Siegel existieren, verfolgen wir außerdem eigene Ansätze, um die Prozesse zu verbessern. Außerdem werden wir künftig vermehrt Produkte aus Recycling­ma­te­rialien anbieten und unsere Gebrauchs­ar­tikel so gestalten, dass ihre Wieder­ver­wer­tungs­quote weiter erhöht wird.

Mode- und Verant­wor­tungs­be­wusstsein gehören für uns zusammen: Den Anteil von Baumwoll­tex­tilien aus verant­wortlich angebauter Baumwolle erhöhten wir von 40% im Jahr 2012 auf 85% 2015. So wurden knapp 6.000 Tonnen Bio-Baumwolle im vergan­genen Jahr in Tchibo Wäsche und Heimtex­tilien verwoben. Wir gelten damit heute als dritt­größter Anbieter von Bio-Baumwolle weltweit und arbeiten daran, die Nachfrage weiter zu erhöhen und den biolo­gi­schen Anbau zu fördern. Auf dem Weg zu unserem Ziel, 100% der Baumwolle in unseren Produkten aus nachhal­tigen Quellen zu beziehen, haben wir uns 2014 nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zerti­fi­zieren lassen. Produkte, die auf Holz oder Zellstoff basieren, stammen bereits seit 2013 zu 100% aus verant­wort­lichen Quellen, davon ist ein Großteil nach den Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC®) zerti­fi­ziert (Nachhaltige Ressourcen).

Arbeits- und Umwelt­be­din­gungen an den Produk­ti­ons­stand­orten dauerhaft verbessern

In vielen Produk­ti­ons­ländern sind Verlet­zungen der Arbeits- und Menschen­rechte sowie Umwelt­ver­stöße zu beklagen. Als verant­wort­liches Unter­nehmen wollen wir nicht zulassen, dass unsere Gebrauchs­ar­tikel auf Kosten der Arbeiter und ihrer Umwelt produ­ziert werden. Deshalb engagieren sich unsere Einkaufs­ex­perten dafür, dass unsere Standards in den Produk­ti­ons­be­trieben zuver­lässig umgesetzt und gelebt werden. Hier setzt unser Quali­fi­zie­rungs­pro­gramm WE an: Mit den WE Trainings befähigen wir die Beschäf­tigten, ihre Inter­essen selbst zu artiku­lieren und zu vertreten; das Management unter­stützen wir dabei, konstruktiv hierauf einzu­gehen. Ausge­bildete, lokale Trainer berück­sich­tigen kultu­relle Gegeben­heiten und bauen Brücken für den offenen Austausch. Sie unter­stützen Manager und Beschäf­tigte dabei, soziale Anfor­de­rungen wie Gesund­heits­schutz, faire Löhne, diskri­mi­nie­rungs­freie Arbeitsplätze oder angemessene Arbeits­zeiten zu erfüllen und helfen durch praxisnahe Trainings bei der Umsetzung sozialer und ökolo­gi­scher Standards. Seit Abschluss der Pilot­phase im Jahr 2011 weiten wir das WE Programm konti­nu­ierlich auf unsere strate­gi­schen Liefe­ranten aus.

Bisher haben 320 Liefe­ranten das Quali­fi­zie­rungs­pro­gramm WE absol­viert bezie­hungs­weise befinden sich derzeit noch im Programm. Im Verkaufsjahr 2015 decken wir rund 75% unseres Einkaufs­vo­lumens für Gebrauchs­ar­tikel mit WE Liefe­ranten aus Risiko­märkten ab. Die Kapazi­täten für die enge Zusam­men­arbeit mit unseren Liefe­ranten schaffen wir durch eine konti­nu­ier­liche und sozial­ver­träg­liche Fokus­sierung unseres Liefe­r­an­ten­netz­werks: Die Gesamtzahl der Produ­zenten haben wir 2014 weiter verringert auf 780 (2013: 808). Mittel­fristig wollen wir alle strate­gi­schen Liefe­ranten in WE einbe­ziehen.

Poten­zielle neue Liefe­ranten und Liefe­ranten in Ländern, in denen wir noch keine WE Trainings­struk­turen aufgebaut haben, werden im Rahmen unseres Risiko­ma­na­ge­ments einer gezielten Überprüfung unter­zogen. Für neue Liefe­ranten gilt: Nur wer die Mindest­an­for­de­rungen des SCoC einhält, darf für uns tätig werden. Bereits für uns tätige Produ­zenten überprüfen wir entweder regel­mäßig selbst oder beauf­tragen externe Prüfer. WE Produ­zenten unter­stützen wir über einen umfas­senden Dialog­prozess dabei, die Anfor­de­rungen des SCoC einzu­halten (Nachhaltige Liefer­ketten).

Struk­tu­relle Heraus­for­de­rungen durch branchen­über­grei­fende Allianzen angehen

Effektive Verän­de­rungen erfordern es auch, recht­liche, politische und wirtschaft­liche Rahmen­be­din­gungen aufzu­setzen, anzupassen sowie durch­zu­setzen. Wir wollen diese Prozesse unter­stützen, deshalb engagieren wir uns auf politi­scher Ebene und arbeiten eng in branchen­über­grei­fenden Koope­ra­tionen mit Stake­holdern zusammen. In Ländern wie Benin und Sambia, die die Baumwolle für unsere Textilien produ­zieren, unter­stützen wir bildungs­för­dernde Maßnahmen.

Soziale Themen wie indus­trie­weite Sicher­heits­stan­dards, Verei­ni­gungs­freiheit und das Recht auf Kollek­tiv­ver­hand­lungen oder existenz­si­chernde Löhne in den Produk­ti­ons­stätten lassen sich nur wirksam angehen, wenn branchen­über­greifend Kräfte gebündelt werden. Wir gehören deshalb seit 2012 zu den beiden Erstun­ter­zeichnern des branchen­weiten „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh “. Gemeinsam arbeiten wir mit anderen Handels­un­ter­nehmen, Produ­zenten, Gewerk­schaften und Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen an höheren Brand­schutz- und Gebäu­de­si­cher­heits­stan­dards für die Textil­in­dustrie in Bangla­desch. Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit einigen anderen global aktiven Marken die Initiative ACT on Living Wages gegründet und sind in diesem Rahmen eine Partner­schaft mit dem inter­na­tio­nalen Gewerk­schafts­verband Indus­triALL Global Union einge­gangen. Die Initiative setzt sich für branchenweit verbind­liche Lohnver­hand­lungen ein, um existenz­si­chernde Löhne für Fabrik­ar­beiter zu ermög­lichen. Seit Juni 2015 sind wir außerdem Mitglied des deutschen Bündnisses für nachhaltige Textilien, das die Umsetzung von Umwelt- und Sozial­stan­dards auf allen Stufen der textilen Liefer­kette voran­bringen soll (Soziale Aspekte der Produktion).

Im Umwelt- und Klima­schutz bieten wir strate­gi­schen Liefe­ranten über unser Quali­fi­zie­rungs­pro­gramm WE sowie gemeinsam mit der Carbon Perfor­mance Impro­vement Initiative (CPI₂) praxi­staug­liche Instru­mente an, um ihren Energie­ver­brauch und CO₂-Ausstoß zu verringern. Seit Anfang 2015 sind auch Module zum Wasser- und Chemi­ka­li­en­ma­na­gement in das CPI₂-Programm integriert. Auch die Vorpro­zesse unserer direkten Liefe­ranten beziehen wir dabei ein. Für die textile Wertschöp­fungs­kette haben wir 2014 das Detox Commitment unter­zeichnet und wollen bis spätestens 2020 gefähr­liche Chemi­kalien aus der textilen Liefer­kette ausschließen. Es wurde von der Umwelt­schutz­or­ga­ni­sation Green­peace entwi­ckelt, um auf den Einsatz solcher Chemi­kalien aufmerksam zu machen (Ökolo­gische Aspekte der Produktion).

Seit 2008 unter­stützen wir in den Ursprungs­ländern unserer Baumwolle die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) der Aid by Trade Foundation, die auf das Prinzip „Hilfe zur Selbst­hilfe“ setzt. Sie wurde gegründet, um das Leben der Baumwoll­farmer und ihrer Familien in Subsahara-Afrika zu verbessern. In Schulungen lernen die Farmer, wie sie die Qualität ihrer Baumwolle verbessern, mehr Baumwolle ernten und ihre Felder schonend für Mensch und Natur bewirt­schaften können. Darüber hinaus engagieren wir uns mit bildungs- und berufs­ori­en­tierten Projekten in Benin und Sambia für die Kinder der Baumwoll­farmer und fördern den Ausbau der schuli­schen Infra­struktur (Bildungs­pro­jekte im Ursprung).

Fortschritte 2014 & Ziele 2015

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