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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2014

„Hilfe zur Selbsthilfe“ durch Bildung

Baumwolle ist ein wichtiger Bestandteil unserer Textilien und stammt auch aus Entwick­lungs- und Schwel­len­ländern. Gemeinsam mit der Aid by Trade Foundation setzen wir uns für die Förderung des nachhal­tigen Baumwol­lanbaus in Subsahara-Afrika ein. Darüber hinaus engagieren wir uns mit bildungs- und berufs­ori­en­tierten Projekten für die Kinder afrika­ni­scher Baumwoll­farmer und fördern den Ausbau der schuli­schen Infra­struktur.

Seit 2008 unter­stützen wir die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) der Aid by Trade Foundation, die auf das Prinzip „Hilfe zur Selbst­hilfe“ setzt. Sie wurde gegründet, um das Leben der Baumwoll­farmer und ihrer Familien in Subsahara-Afrika zu verbessern. In Schulungen lernen die Baumwoll­farmer, wie sie die Qualität ihrer Baumwolle verbessern, mehr Baumwolle ernten und ihre Felder schonend für Mensch und Natur bewirt­schaften können. Die Farmer können mit diesen Methoden höhere Erträge erzielen und ihre Einkommen steigern. Seit Gründung der Initiative wurden rund 650.000 Klein­bauern geschult. Langfristig tragen diese Maßnahmen dazu bei, die klein­bäu­er­liche Landwirt­schaft in den Produk­ti­ons­ländern umwelt­freundlich und sozial­ver­träg­licher zu gestalten. Wir unter­stützen die Initiative als Abnehmer der Baumwolle für unsere Produkte.

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Im Rahmen unseres gesell­schaft­lichen Engage­ments konzen­trieren wir uns mit zwei Projekten auf bildungs­för­dernde Maßnahmen für die Kinder in den CmiA-Anbau­re­gionen Benin und Sambia – denn Bildung ist ein wesent­licher Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung und damit für bessere Lebens­be­din­gungen der Baumwoll­farmer.

Schul­projekt in Benin

Die westafri­ka­nische Republik Benin zählt zu den ärmsten Ländern der Erde. Etwa jedes dritte Kind bricht die Grund­schule vorzeitig ab, da die Eltern sich den Schul­besuch nicht leisten können. Vielerorts existierten bisher noch keine Schulen. Im Oktober 2010 haben wir mit der Aid by Trade Foundation, der Deutschen Gesell­schaft für Inter­na­tionale Zusam­men­arbeit (GIZ), der Deutschen Inves­ti­tions- und Entwick­lungs­ge­sell­schaft mbH (DEG), der Baumwoll­ge­sell­schaft I.C.A. und einer örtlichen Stiftung von CmiA das Schul­projekt „Co-Education: Baumwolle für eine nachhaltige Bildung“ ins Leben gerufen. Ziel des Projekts war es, mehr Kindern einen Schul­besuch zu ermög­lichen und die Qualität des Unter­richts zu verbessern. Bis Ende 2014 betei­ligten wir uns in sechs Gemeinden in Benin am Bau und an der Ausstattung von Schulen. Mehr als 750 Kinder besuchen nun fünf neuge­baute Schulen, die mit Solar­energie, Brunnen und Kantinen ausge­stattet sind. Auch in zahlreichen weiteren Schulen wurde die Ausstattung verbessert: 66 Schul­kan­tinen und 47 Schul­gärten sorgen für regel­mäßige Mahlzeiten der Kinder, 10.000 Schul­bücher wurden angeschafft und 30.000 lokal produ­zierte Schul­uni­formen verteilt. Im Rahmen von Stipendien erhielten 600 Schüler der fünften Klasse wichtige Arbeits­ma­te­rialien, wie zum Beispiel englische und franzö­sische Wörter­bücher oder solar­be­triebene Taschen­rechner. Zahlreichen Kindern, die zuvor nicht zur Schule gingen, konnte so ein Schul­besuch ermög­licht werden. Insgesamt trug das Projekt dazu bei, dass weniger Kinder die Schule abbrechen und mehr von ihnen einen Schul­ab­schluss erreichen. Zusätzlich wurden zwölf Brunnen errichtet, die den betei­ligten Gemeinden Zugang zu sauberem Trink­wasser verschaffen.

Schul­projekt in Sambia

Sambia liegt im südlichen Afrika und zählt ebenso wie Benin zu den ärmsten Ländern der Welt. Gemeinsam mit der Aid by Trade Foundation und weiteren Projekt­partnern wie der DEG, der Baumwoll­ge­sell­schaft Cargill Zambia und den lokalen Gemeinden unter­stützt Tchibo deshalb seit Januar 2012 ein Schul­projekt in Sambia. Fünf neue Schul­ge­bäude konnten im Februar 2014 inklusive Sanitär­an­lagen, Mobiliar und Material an die Gemeinde übergeben werden. Jeder Schul­komplex ist mit einem eigenen Brunnen ausge­stattet. Die Brunnen stellen sowohl für die Schul­kinder als auch die umlie­genden Gemeinden den Zugang zu sauberem Trink­wasser sicher. Für die Ernährung der Kinder werden auch hier Schul­gärten angelegt und bepflanzt, in denen die Kinder spiele­risch die Grund­kennt­nisse nachhal­tiger Anbau­me­thoden kennen­lernen. Bis zum Abschluss des Projekts im Jahr 2015 werden fünf weitere Schul­ge­bäude inklusive Sanitär­ein­rich­tungen und Schul­gärten sowie weitere Brunnen gebaut.

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