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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2014

Erfolgsfaktor Unternehmenskultur

Wir wünschen uns Mitar­beiter, die selbst immer wieder die Initiative ergreifen und Verant­wortung übernehmen. Dafür bieten wir ihnen eine wertschät­zende Unter­neh­mens­kultur, in der wir gemeinsam aus Fehlern lernen und Eigenini­tiative belohnen.

Bei Tchibo pflegen wir eine Kultur der offenen und konstruk­tiven Kommu­ni­kation und des Zusam­men­halts, fördern den persön­lichen Dialog und schaffen Mitge­stal­tungs­mög­lich­keiten über alle Hierar­chie­ebenen hinweg. Wir ermög­lichen so unseren Mitar­beitern, sich mit ganzer Kraft für den Erfolg unserer Marke einzu­setzen.

Werte­ori­en­tiertes Handeln in der Tchibo DNA verankert

„Leiden­schaft­liche Mitar­beiter tragen das Unter­nehmen“ – so steht es in unserer Tchibo DNA. 2011 veröf­fent­licht, beschreibt sie die Erfolgs­fak­toren für die Marke Tchibo. Eine wesent­liche Rolle spielt dabei unsere Unter­neh­mens­kultur: Ein offener und ehrlicher Umgang unter­ein­ander ist uns ebenso wichtig wie ein Mitein­ander, das von klaren Verhal­tens­regeln und einer hohen Werte­ori­en­tierung bestimmt wird.

Ergänzt wird die Tchibo DNA durch unseren Verhal­tens­kodex, in dem Werte und verbind­liche Handlungs­weisen für das Unter­nehmen als Ganzes sowie für jeden einzelnen Mitar­beiter definiert sind. Unser Verständnis von Fairness und ethischen Geschäftsprak­tiken ist darin ebenso formu­liert wie unser Anspruch, Gesetze und Daten­schutz­regeln einzu­halten und Verant­wortung für Mensch und Umwelt zu übernehmen. Dies beinhaltet auch eine Kultur der Vielfalt, die Diskri­mi­nie­rungen keinen Raum bietet. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, sexueller Orien­tierung, religiöser Weltan­schauung, körper­licher Konsti­tution und anderen perso­nen­be­zo­genen Eigen­schaften, haben bei Tchibo alle Mitar­beiter die gleichen Chancen, denn jeder Einzelne trägt mit seiner Indivi­dua­lität zum Erfolg des Unter­nehmens bei. Alle Beschäf­tigten schulen wir von Beginn ihrer Tätigkeit an regel­mäßig zum Tchibo Verhal­tens­kodex. Unsere Maßnahmen entsprechen selbst­ver­ständlich auch den Anfor­de­rungen des Allge­meinen Gleich­be­hand­lungs­ge­setzes (AGG).

Dialog auf Augenhöhe

Die Unter­neh­mens­kultur von Tchibo als Hamburger Famili­en­un­ter­nehmen ist tradi­tionell von einem offenen Dialog auf Augenhöhe geprägt. Auch wenn wir inzwi­schen global agieren, wollen wir an dieser Stärke festhalten: Deshalb fördern wir gezielt den Austausch über alle Bereiche, Abtei­lungen und Hierar­chie­ebenen des Unter­nehmens hinweg. Wo immer möglich, beziehen wir die Mitar­beiter in die Unter­neh­men­s­ent­wicklung ein. Dabei wird es immer wichtiger, dass Kommu­ni­kation nicht nur top-down statt­findet, also von einem Vorge­setzten zu den Mitar­beitern, sondern im Netzwerk zwischen gleich­be­rech­tigten Kollegen. Deshalb unter­stützen wir den Dialog mit modernen Kommu­ni­ka­ti­ons­tools im Tchibo Intranet. Die Rubrik „Abgeschaut bei“ zeigt zum Beispiel auf, was in den Abtei­lungen gut läuft und wie andere Bereiche davon lernen können. In der Hamburger Rösterei und den Logis­tik­zentren in Gallin und Neumarkt, in denen der Zugang zum Intranet einge­schränkt ist, ermög­lichen wir den Austausch im Rahmen von Workshops und bei regel­mä­ßigen Round-Table-Gesprächen. Zudem erhalten alle Mitar­beiter in Neumarkt einen wöchent­lichen Newsletter.

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In der Zentrale laden Führungs­kräfte seit dem Jahr 2013 regel­mäßig zur Veran­stal­tungs­reihe „Tchibo im Dialog“ ein. Hier werden aktuelle Projekte vorge­stellt und mit den Beschäf­tigten disku­tiert. Mit den sogenannten Town Hall Meetings haben wir ein weiteres Angebot speziell für Beschäf­tigte im Bereich Non Food etabliert, um die Mitar­beiter über neue Entwick­lungen zu infor­mieren. Tchibo Geschäfts­führer setzen sich regel­mäßig mit Mitar­beitern, die nach einem Zufalls­prinzip ausge­wählt werden, zu einem Gespräch zusammen. Jedes der zweistün­digen Treffen bietet die Gelegenheit, sich über aktuelle Tchibo Themen auszut­au­schen.

Ideen aus der Praxis

Aus konstruk­tiver Kritik entstehen oft gute Ideen – und wir schätzen die praxis­ori­en­tierten Lösungen unserer Mitar­beiter. Über unser Ideen­ma­na­gement Kolibri („Kollegen liefern brillante Ideen“) können sie ihre Anregungen und Vorschläge zu innova­tiven Produkten oder zur Verbes­serung interner Prozesse einbringen. Davon profi­tiert nicht nur Tchibo, auch die Ideen­geber selbst werden mit Prämien belohnt. Im Jahr 2014 reichten Tchibo Mitar­beiter rund 600 Vorschläge – davon rund 300 Produk­tideen – ein; davon wurden 30 prämiert. Gesteuert wird der Bewer­tungs­prozess durch die Tchibo Ideen­ma­na­gerin, die Begut­achtung erfolgt in den jeweils zustän­digen Fachab­tei­lungen und durch ein überge­ord­netes Gremium.

Mit einer modernen Online­plattform wollen wir dem Ideen­ma­na­gement im Jahr 2015 weitere Impulse geben: Durch innovative Formate wie Crowd­sourcing oder commu­ni­ty­ba­siertes Ideen­ma­na­gement können Mitar­beiter und Vorge­setzte vernetzter kommu­ni­zieren und ihre Innova­tionen im virtu­ellen Raum gemeinsam weiter­ent­wi­ckeln.

Sprit­sparend hochstapeln und Bericht per Mausklick: Top-Ideen 2014

Man muss das Rad nicht neu erfinden, nur besser drehen – das zeigt eine Idee aus dem Jahr 2014. In Berlin fiel einem Werks­mit­ar­beiter auf, dass Paletten für den ungari­schen Markt höher als bislang befüllt werden können; einge­hende Prüfungen bestä­tigten dies. So spart Tchibo fast 30.000 Euro durch die Reduzierung von Lkw-Touren und zusätzlich CO₂-Emissionen ein.

Gesetz­liche Mitbe­stimmung

Auch über die gesetz­lichen Mitbe­stim­mungs­gremien haben unsere Mitar­beiter die Möglichkeit, die Entwicklung von Tchibo aktiv mitzu­ge­stalten. Dazu zählt der Betriebsrat mit 35 Mitgliedern – sechs davon Gewerk­schafts­ver­treter – sowie der paritä­tisch mit Arbeit­nehmern und Anteils­eignern besetzte Aufsichtsrat. Beide Gremien arbeiten eng zusammen. Auf der Betriebs­ver­sammlung, die regel­mäßig in der Hamburger Zentrale statt­findet, infor­mierten sich 2014 mehr als 1.000 Kollegen über die Arbeit des Betriebsrats, die Geschäfts­ent­wicklung, die Ergeb­nisse der Mitar­bei­ter­be­fragung sowie die Angebote zum Thema Beruf und Leben im Konzern.

Mitar­bei­ter­feedback

Unsere Mitar­beiter sind wichtige Impuls­geber für das Unter­nehmen. Um noch genauer zu erfahren, wie sie ihre Arbeits­si­tuation bewerten und was ihnen wichtig ist, führten wir 2014 in Koope­ration mit einem externen Beratungs­un­ter­nehmen die zweite Tchibo Mitar­bei­ter­be­fragung durch. Mit einer Betei­ligung von rund 65 Prozent der Mitar­beiter erzielten wir im Branchen­ver­gleich einen hohen Wert. Dabei erhielten wir positive Rückmel­dungen zur Wertschätzung der Mitar­beiter bei Tchibo sowie zu den konkreten Arbeits­auf­gaben und der Kunde­n­ori­en­tierung. Der Engage­mentwert – also die Bereit­schaft, sich leiden­schaftlich für das Unter­nehmen einzu­setzen und langfristig dort zu arbeiten – lag mit knapp 50 Prozent jedoch lediglich auf durch­schnitt­lichem Niveau. Zugleich wünschten sich viele der Befragten eine einfa­chere und effizi­entere Organi­sation.

Tchibo nimmt diese Anliegen seiner Mitar­beiter ernst: Mit einem im Jahr 2015 gestar­teten Projekt wollen wir Kernpro­zesse verbessern, indem wir sie einfacher und effizi­enter gestalten – und näher an den Bedürf­nissen unserer Kunden ausrichten. Gleich­zeitig haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Austausch innerhalb der Beleg­schaft sowie zwischen Beleg­schaft und Führungs­ebene weiter zu verbessern. Dazu richteten wir Anfang 2015 unter anderem die neue Intra­ne­trubrik „Meine Frage“ ein. Jeder Tchibo Mitar­beiter hat die Möglichkeit, sich mit seinen Fragen und Kritik­punkten anonym an Experten aus dem zustän­digen Geschäfts­be­reich zu wenden, und erhält innerhalb von drei Arbeits­tagen eine Antwort.

Das gibt es nur bei Tchibo