Nachhaltigkeitsbericht 2010

Leistungen für Mitarbeiter

Das Engagement, die Erfahrung und die Expertise der Tchibo Mitarbeiter bilden die Basis unseres Erfolgs. Damit dies so bleibt, bietet Tchibo ein motivierendes Arbeitsumfeld.

Fit, gesund und leistungsfähig

Wie Tchibo sich für das Wohlergehen seiner Mitarbeiter einsetzt.

Arbeitsschutz hat bei Tchibo einen hohen Stellenwert. Ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter sowie Präventionsmaßnahmen stehen dabei im Mittelpunkt unserer Maßnahmen.


Unsere Mitarbeiter und ihre Leistungsfähigkeit sind die Grundlagen für unseren unternehmerischen Erfolg. Deshalb ergreifen wir vielfältige Maßnahmen, um das physische und psychische Wohlbefinden unserer Belegschaft zu bewahren.

Verhältnis- und Verhaltensprävention greifen ineinander

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist eng mit der Gestaltung des Arbeitsumfeldes verbunden – sie liegt aber auch in den Händen jedes Einzelnen. Deshalb setzen wir bei Tchibo auf eine Kombination von Verhältnis- und Verhaltensprävention.

  • Verhältnisprävention: Entwicklung gesundheitsfördernder Arbeitsbedingungen (Gestaltung der Arbeitsorganisation, der Arbeitsumgebung und des Arbeitsplatzes).

  • Verhaltensprävention: Entwicklung gesundheitsfördernder Arbeits- und Lebensweisen (Gestaltung durch Information, Übung und Training).

Mit zahlreichen Arbeitsschutzmaßnahmen – von der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung bis hin zu Fitnessangeboten – wollen wir beide Dimensionen der Gesundheitsförderung fest im Arbeitsalltag unserer Mitarbeiter verankern. Unser Ziel ist es, Verhältnis- und Verhaltensprävention dabei immer stärker miteinander zu verzahnen.

Ergonomische Arbeitsplätze beugen Beschwerden vor

Die richtige Ausstattung der Arbeitsplätze sorgt dafür, dass die Mitarbeiter für die physischen Anforderungen des Berufsalltags gewappnet sind. Im Jahr 2010 haben wir beispielsweise das Angebot von Zuzahlungen für Bildschirmarbeitsplatzbrillen auf die Filialen ausgeweitet – damit können weitere 5.500 Mitarbeiter das Angebot in Anspruch nehmen.

Das Problem Rückenschmerzen nimmt zu. Wir wollen unsere Mitarbeiter daher präventiv und bei bereits bestehenden Beschwerden unterstützen. So tauschen wir etwa Schritt für Schritt alte Schreibtische gegen höhenverstellbare Modelle aus und weisen die Mitarbeiter in ihre korrekte Nutzung ein. Dabei sind wir bereits gut vorangekommen: Etwa drei Viertel der Tische am Unternehmensstandort Hamburg wurden bisher ausgetauscht. Darüber hinaus stellen wir für unsere Mitarbeiter auf Anfrage auch eine ergonomische technische Ausstattung zur Verfügung.

Den Rücken ins Zentrum rücken

Seit Herbst 2010 arbeiten wir mit dem Rückenzentrum Am Michel in Hamburg zusammen. Ein erfahrener Physiotherapeut steht seitdem vier Stunden pro Woche in unserem Freizeitzentrum bereit und hilft bei Rückenproblemen: Er behandelt und berät Mitarbeiter in Fragen der Ergonomie und entwickelt ein individuelles Trainingsprogramm. Falls es gewünscht ist oder notwendig wird, leitet der Physiotherapeut unsere Mitarbeiter auch an den Betriebsarzt weiter. Wir unterstützen diese Therapiemöglichkeit finanziell, so dass Mitarbeiter lediglich eine Schutzgebühr von fünf Euro zahlen.

Gute Voraussetzungen für individuelle Gesundheitsvorsorge schaffen

Zeitgemäßer Arbeitsschutz geht weit darüber hinaus, Unfälle und Erkrankungen zu vermeiden. Für uns rückt mit der Fragestellung „Was hält gesund?“ die aktive Gesundheitsförderung immer weiter ins Zentrum unserer Bemühungen. Mit vielen verschiedenen Angeboten machen wir es möglich, dass Mitarbeiter eigenverantwortlich für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden sorgen können. Zum Beispiel können Angestellte in Hamburg schon seit 30 Jahren an Kursen des Freizeitzentrums teilnehmen. Von Aquafitness im eigenen Schwimmbad über Ballsportarten wie Basketball oder Fußball bis hin zu Pilates oder Yoga – vielfältige Angebote stärken die allge­meine Fitness, dienen der gesund­heit­lichen Vorsorge und sorgen für Stressabbau und Erholung. In unseren Betriebssportgruppen werden außerdem Mannschaftssport und Wettkämpfe angeboten.

Mit „Fit am Mittag“ haben wir 2010 ein weiteres Angebot ins Leben gerufen. Der Kurs verbindet Stretching- und Yogaelemente mit Entspannungsübungen, meditativen Traumreisen und Atemübungen. Das Angebot ist langfristig angelegt und soll einen Ausgleich zur Bürotätigkeit bieten.

Kostenlose Gesundheitschecks für leitende Angestellte

Leitende Angestellte im Unternehmen können sogenannte Medical Checks nutzen. Wir bieten diesen Mitarbeitern damit alle zwei Jahre eine medizinische Rundumuntersuchung. Diese erfolgt im DIAGNOSTIK ZENTRUM Fleetinsel Hamburg und erlaubt es, den Gesundheitszustand in kurzer Zeit zuverlässig zu beurteilen. Die Kosten für diese Vorsorgeuntersuchungen übernehmen wir zu 100 Prozent.

Tchibo ist ein „ausgezeichnetes“ Beispiel

Ehrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass wir in Sachen Arbeitsschutz in der Hauptverwaltung und in den Hamburger Filialen bereits die richtigen Schlüsse gezogen haben: Das Hamburger Amt für Arbeitsschutz (AfA) zeichnete uns 2010 erneut für vorbildliche Leistungen auf dem Gebiet Arbeits- und Gesundheitsschutz aus. Dem Produktionsstandort Hamburg wurde in der Vergangenheit diese Auszeichnung ebenfalls verliehen. Mit der Auszeichnung als „Betrieb mit vorbildlichem Arbeitsschutzsystem“ werden die Umsetzungen und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes anerkannt.

Die Auszeichnung belohnt, dass wir im Hinblick auf das Thema Arbeitsschutz auf einem guten Weg sind. Wir haben aber durchaus auch „offene Baustellen“, an denen wir uns noch weiter verbessern wollen. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die kontinuierliche Einbindung des Arbeitsschutzes in alle relevanten Arbeitsprozesse und Strukturen.

Dezentral und klar definiert: unsere Strukturen für den Arbeitsschutz

Der Arbeitsschutz richtet sich bei Tchibo nach gesetzlichen Anforderungen. Seine Ziele sowie die einzelnen Verantwortlichkeiten sind in einer Arbeitsschutzrichtlinie klar definiert. So ist unser Arbeitsschutz dezentral organisiert. Für die verschiedenen Standorte wie Hauptverwaltungen, Filialen, Logistik und Röstereien wurden eigenständige Arbeitsschutzstrukturen aufgebaut. Vor Ort haben wir jeweils Arbeitsschutzausschüsse installiert. Darüber hinaus werden die vor Ort für das Thema verantwortlichen Personen von intern ausgebildeten Sicherheitsfachkräften unterstützt.

 

Neben dieser grundlegenden Organisationsstruktur tragen auch unsere Vorgaben in den Bereichen Planung und Beschaffung zum Arbeitsschutz bei. Mit Hilfe einer detaillierten Checkliste werden etwa arbeitsschutzrelevante Themen beim Filialausbau analysiert. So können wir beispielsweise Gefahren ins Auge fassen, die bei der Inbetriebnahme von Maschinen möglich sind – und diese vermeiden. Bei unseren Röstereien ist dieser Prozess bereits abgeschlossen, die Ausweitung auf andere Bereiche steht noch bevor. Zudem führen wir auch bei der Beschaffung – etwa von Arbeitsstoffen und Arbeitsmitteln – Sicherheitschecks durch.

Arbeitsschutz 2010

An Produktions- und Logistikstandorten, in Filialen und in der Verwaltung verzeichneten wir 2010 26 Arbeitsunfälle auf 1.000 Mitarbeiter. Dies stellt eine leichte Zunahme im Vergleich zu 2009 dar, als 24 Arbeitsunfälle pro 1.000 Mitarbeiter registriert wurden.

Unser Ziel für die Zukunft ist es, die Zahl der Arbeitsunfälle zu reduzieren und den Arbeitsschutz künftig noch effizienter zu gestalten. Dies wollen wir etwa mit Hilfe von Einzelmaßnahmen – wie kontinuierlich wiederholten Gefährdungsbeurteilungen – und durch einen weiteren Ausbau des Arbeitsschutzes sowie die Weiterentwicklung eines umfassenden Arbeitsschutzmanagementsystems erreichen. Hier haben wir bereits konkrete Maßnahmen eingeleitet.

 

Arbeitsunfälle (2008–2010)

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