Jede Stimme zählt
Wie Tchibo die Mitsprache und das Engagement seiner Mitarbeiter fördert.
Über das Alltagsgeschäft hinaus gibt Tchibo allen Mitarbeitern Raum, die Unternehmensentwicklung mitzugestalten. Dies geschieht vor allem durch ihre Mitbestimmung im Betriebs- und Aufsichtsrat. Darüber hinaus gibt es das Ideenmanagement „Kolibri“: Hier tragen z.B. die Mitarbeiterin in der Filiale, der Logistiker in der Lagerhalle oder der Produktmanager im Büro mit ihren guten Ideen dazu bei, Arbeitsabläufe zu optimieren oder neue Produkte zu entwickeln: So werden Motivation und Engagement jedes Einzelnen sowie die Leistung des gesamten Unternehmens gesteigert.
Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter das Unternehmen aktiv mitgestalten. Sie können von ihrer Möglichkeit Gebrauch machen, Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen zu nehmen. Davon profitieren alle: Mitbestimmung schafft Vertrauen. Und Vertrauen motiviert. Wichtigstes Gremium für die Mitsprache der Arbeitnehmer bei Tchibo ist der Betriebsrat.
Gelebte Mitbestimmung: unser Betriebsrat
Altersversorgung, Arbeitszeiten sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind Beispiele für Themen, um die sich der Tchibo Betriebsrat intensiv kümmert. Der Rat basiert auf den Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) sowie des Mitbestimmungsgesetzes und besteht aus 35 Mitgliedern, von denen sechs ver.di angehören. Das Gremium vertritt die Belange der Arbeitnehmer vor der Unternehmensleitung. Für den Betriebsrat stehen immer die Interessen der Mitarbeiter an erster Stelle. An zweiter folgt das gemeinsame Ziel, den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu sichern.
Ein Beispiel dafür, was der Betriebsrat in den vergangenen Monaten erreicht hat, ist die Ausweitung der Betriebsvereinbarung zu den Bildschirmarbeitsplatzbrillen. Diese gilt seit 2010 auch für Beschäftigte in den Filialen, die etwa an einem Kassenbildschirm arbeiten. Zudem wurden die Betriebsvereinbarungen zu Arbeitszeitregelung Innendienst, Arbeitszeitmodell Filialen sowie zu Teilzeit zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie überarbeitet.
Zwei Gremien, ein Ziel
Neben dem Betriebsrat wirkt auch der Aufsichtsrat auf die Entscheidungen des Familienunternehmens Tchibo ein. Er besteht zu gleichen Teilen aus Arbeitnehmern und Anteilseignern. Häufig werden Themen zwischen Betriebsrat und Aufsichtsrat besprochen, die dann auch mit dem Vorstand diskutiert werden. Dabei geht es etwa um die Sicherung von Arbeitsplätzen, sozialen Leistungen und die Motivation von Mitarbeitern. Ziel ist es, den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und Arbeitsplätze in einem guten Betriebsklima langfristig zu erhalten – zwei Dinge, die eng miteinander verknüpft sind.
Ein Beispiel für das gemeinsame Engagement ist die Einführung der Vertrauensarbeitszeit für die Mitarbeiter der Verwaltung. Nach einjähriger Probephase konnte die Neuerung überzeugen, Tchibo hat sie seit 2010 unbefristet übernommen. Außerdem haben sich Betriebsrat und Vorstand für das sehr erfolgreiche Jahr 2010 auf eine einmalige Sonderzahlung für alle Mitarbeiter, die keinen Bonus erhalten, geeinigt.
Gute Einfälle führen zum Erfolg: unser Ideenmanagement
Spontane Ideen, die häufig aus dem Arbeitsalltag heraus entstehen, können zum wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens beitragen. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, sich jederzeit mit eigenen Anregungen einzubringen. Dazu haben wir das Ideenmanagement „Kolibri“, kurz für „Kollegen liefern brillante Ideen“, ins Leben gerufen. Der Bewertungsprozess wird von der Tchibo Ideenmanagerin gesteuert. Sie prüft jeden Vorschlag eingehend auf Inhalt und Neuigkeit und leitet ihn dann an einen kompetenten Gutachter aus der betreffenden Fachabteilung zur Bewertung weiter.
Kirsten Ludewig-Scheel
Tchibo Ideenmanagerin
“Ich freue mich über jede Idee! Und besonders schön ist es, wenn sie unsere interne Prüfung besteht und umgesetzt werden kann. Bei jedem Vorschlag müssen der Fachbereich und ich uns nämlich erstmal fragen: Ist das neu für Tchibo? In welchem Verhältnis stehen Kosten und Nutzen? Hat ein vorgeschlagenes Produkt Chancen am Markt? Und falls eine Idee nicht prämiert werden kann, möchte ich dem Einreicher ganz genau erklären können, warum es nicht geklappt hat. Das hat für mich viel mit Respekt zu tun – nicht nur dem Vorschlag, sondern auch dem Menschen gegenüber, der diesen ja mit Engagement und Herzblut entwickelt hat!”
Die Aktion „Einfach machen!“ aus dem Jahr 2010 zeigt, welche Bedeutung das Unternehmen der Kreativität der eigenen Mitarbeiter beimisst. Im Mittelpunkt der Aktion stand die Vereinfachung interner Prozesse. Rund 200 Antworten gingen auf die Frage „Sie wissen, was man einfacher machen könnte?“ bei unserer Ideenmanagerin ein – eine Beteiligung, über die sich nicht nur die Paten der Aktion, Vorstand Yves Müller und Personalchef Dr. Peter Deeg, sehr freuten: 20 Verbesserungsvorschläge konnten prämiert werden: Etwa die Optimierung der Ersthelferausstattung in der Verwaltung oder die Überarbeitung der Willkommensmappe für neue Mitarbeiter.
Claudia Jülich
Filialleiterin aus Mannheim
“Unwichtig, ob Ihre Idee Zeit, Geld oder Nerven spart – dieses Motto der Aktion „Einfach machen!“ hätte auch von mir kommen können. Ich reiche jede Idee ein, die mir in den Kopf kommt, denn: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und gewinnen können ja beide Seiten: Tchibo und ich!”
Gestaltungswille und Engagement zahlen sich aus
Insgesamt reichten unsere Mitarbeiter 2010 über 1.000 Ideen ein – ein neuer Rekord! Die Vorschläge bilden vielfach eine Grundlage für innovative Produkte und damit für neue spannende Erlebniswelten. Ebenso helfen sie uns dabei, interne Prozesse zu vereinfachen und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten, etwa bei der Umsetzung neuer umweltschonender Maßnahmen. Ein weiterer Vorteil: Nachweislich lassen sich durch die Einfälle unserer Beschäftigten Betriebskosten senken.
Auch deshalb belohnen wir jede gute Idee: Sollte sie in die Tat umgesetzt werden, winkt eine Prämie. Für ein transparentes und gerechtes Vorgehen während des gesamten Bewertungsprozesses sorgt dabei die Betriebsvereinbarung des Ideenmanagements. Darin wird auch die Höhe der Prämienzahlung geregelt, die sich nach unterschiedlichen Kriterien richtet und von 50 Euro bis 125.000 Euro reicht. Eine Kollegin etwa, die die Idee zu einer Armbanduhr mit Vibrationsalarm hatte, erhielt 2.500 Euro Prämie.
