Bewusst einkaufen – zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen
Wie Tchibo nachhaltigen Konsum fördert.
Tchibo arbeitet konsequent daran, das eigene Sortiment noch umwelt- und sozialverträglicher zu gestalten. Unser Engagement kann jedoch nur dann Früchte tragen, wenn die Verbraucher nachhaltig hergestellte Waren auch erkennen und nachfragen. Tchibo fördert den klimaverträglichen und nachhaltigen Konsum mit zielgerichteter Kundenkommunikation und attraktiven Angeboten.
Nachhaltige Produkte müssen gekauft werden, um zu wirken. Viele Konsumenten verfügen jedoch noch nicht über die nötigen Informationen, um das eigene Einkaufsverhalten umwelt- und sozialverträglich gestalten zu können. Uns ist es deshalb ein großes Anliegen, die Verbraucher zielgerichtet zu informieren. Wir wollen unseren Kunden Nachhaltigkeit als ein wesentliches Element der Produktqualität verständlich und so den Mehrwert nachhaltigen Konsums erlebbar machen.
Wir gehen mit grünem Beispiel voran
Wohl jeder hat sich schon einmal vorgenommen, im Alltag weniger Energie zu verbrauchen und bewusster mit Wasser umzugehen. Wir wollen unsere Kunden dabei unterstützen, Vorsätze wie diese in die Tat umzusetzen. Im August 2010 haben wir beispielsweise eine „Wochenwelt“ zum Thema Ressourceneffizienz im Haushalt gestaltet. Unter dem Motto „Wir helfen sparen: Mit ‚grünem‘ Beispiel voran“ boten wir unseren Kunden ein umfassendes Sortiment von Gebrauchsartikeln, mit denen sich zuhause Energie, Wasser und CO2 einsparen lassen – etwa Zeitschaltuhren, digitale Heizkörperregler oder Wassersparaufsätze. Dazu gaben wir unseren Kunden weitere Hilfen und Angebote – wie zum Beispiel eine umfassende, unverbindliche Energiesparberatung – an die Hand.
Klima und Geldbeutel schonen
Mit dieser „Grünen Woche“ wollten wir vor allem eines erreichen: unseren Kunden zeigen, dass sie mit dem Kauf von nachhaltigen Produkten nicht nur einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, sondern dabei auch noch Geld sparen können. Unsere Kommunikationsmaßnahmen waren vielfältig: Zur leichteren Orientierung haben wir die Produkte mit Sparsymbolen gekennzeichnet. Zusätzlich informierten wir sowohl in unserem Kundenmagazin als auch auf den Produktverpackungen über die spezifischen Vorteile der einzelnen Waren. Hintergrundinformationen, Berechnungsgrundlagen sowie Tipps und Hinweise zum ressourcenschonenden Verhalten im Alltag waren zudem auf unseren Internetseiten abrufbar.
Wir leisten einen Beitrag zur Energieversorgung von morgen
Die Energieversorgung der Zukunft soll klimaschonend, zuverlässig und bezahlbar sein. Auch wir wollen einen Beitrag dazu leisten und bieten seit Oktober 2010 Ökostrom aus 100 Prozent Wasserkraft an. Im Januar 2011 haben wir zusätzlich ein ökologisch sinnvolles Gasprodukt auf den Markt gebracht. Und auch der Strom aus Sonnenkraft wird von uns gefördert: 2010 umfasste unser Produktangebot über eine Kooperation mit der Firma SiG Solar auch Photovoltaikanlagen.
Mit gutem Gewissen verreisen
2010 boten wir unseren Kunden unter dem Stichwort „Bewusst reisen“ vielfältige Möglichkeiten an, ihren Urlaub umwelt- und sozialverträglich zu gestalten. Bei An- und Abreise und auch bei den Aktivitäten vor Ort kamen zum Beispiel umweltverträgliche Verkehrsmittel zum Einsatz. Bei Flugreisen konnten unsere Kunden mit einem freiwilligen Beitrag an die Organisation atmosfair Klimagase kompensieren. Auch die lokale Wirtschaft wurde gestärkt – indem wir inhabergeführte Hotels, lokale Transportmittel und örtliche Restaurants wählten sowie einheimische Reiseleiter einsetzten.
Siegel helfen, nachhaltige Tchibo Produkte zu erkennen
Mit verschiedenen Siegeln und Labeln machen wir es unseren Kunden leicht, nachhaltige Produkte in unserem Sortiment auf einen Blick zu erkennen. Im Bereich Kaffee kooperieren wir dafür unter anderem mit den Standardorganisationen Rainforest Alliance, Fairtrade und den hinter dem Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung stehenden Organisationen. Bei unseren Gebrauchsartikeln arbeiten wir vor allem mit Cotton made in Africa, Textile Exchange sowie dem Forest Stewardship Council (FSC®) zusammen.
Ein Beispiel ist die Kollektion „Colours of Africa“, die wir im Juni 2010 auf den Markt brachten. Das Besondere: In den von der afrikanischen Farbenvielfalt inspirierten Textilprodukten wurde zu 100 Prozent nachhaltig erzeugte Baumwolle verarbeitet, die mit dem Label „Cotton made in Africa“ versehen war. Die Initiative „Cotton made in Africa“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Erträge und Absatzchancen für afrikanische Baumwolle aus den Ländern Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Malawi und Sambia zu verbessern. Um unseren Kunden die Kollektion nahezubringen, haben wir sie in unserem Kundenmagazin beworben und weitere Informationen bereitgestellt.
100 Prozent nachhaltig: der Kaffee in den Tchibo Coffee Bars
Wer auch unterwegs umwelt- und sozialverträglich angebauten Kaffee trinken möchte, ist bei uns genau richtig. Denn in unseren 500 Coffee Bars in Deutschland schenken wir seit Ende 2009 ausschließlich Getränke auf Basis nachhaltig erzeugter Kaffees aus. Im Jahr 2010 schloss dies noch die entkoffeinierten Kaffees und Kaffeespezialitäten aus. Der Espresso und die Kaffeespezialitäten in den Coffee Bars werden bereits seit 2008 mit Espresso zubereitet, der das FAIRTRADE-Siegel trägt. Seit 2010 werden der klassische Filterkaffee sowie der Caffè Crema mit Kaffee zubereitet, der von Farmen, die von der Rainforest Alliance zertifiziert wurden, kommen.
Wir kommunizieren über alle Kanäle – mit Kunden und Entscheidungsträgern
Um nachhaltigen Konsum nachhaltig zu fördern, müssen Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und Endverbraucher an einem Strang ziehen. Deshalb kommunizieren wir über verschiedene Kanäle mit unseren Anspruchsgruppen. So haben wir im Jahr 2010 etwa erstmals auch eine Kundenbroschüre zum Thema Nachhaltigkeit aufgelegt und informieren umfassend auf unseren Internetseiten.
Im Einsatz gegen CO2-Emissionen – mit starken Partnern aus Politik und Wirtschaft
Seit 2008 engagieren wir uns bei der „Plattform Klimaverträglicher Konsum Deutschland“ (PKKD). Die Initiative will den themenbezogenen Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Verbrauchern fördern und so zur Minderung von Treibhausgasemissionen beitragen.
Ursprung der Plattform war das deutsche Pilotprojekt „Product Carbon Footprint“ (PCF). In diesem Projekt haben wir uns seit 2008 gemeinsam mit acht weiteren Unternehmen unter der Federführung der Umweltstiftung WWF, des Öko-Instituts e.V., des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) sowie der Beratung Thema 1 engagiert. Ein „Product Carbon Footprint“, also ein produktbezogener CO2-Fußabdruck, addiert alle Emissionen von Treibhausgasen, die mit Herstellung, Transport, Lagerung, Gebrauch und Entsorgung von Waren und Dienstleistungen einhergehen. In der Pilotphase des Projekts war es die Hauptaufgabe der beteiligten Projektteilnehmer, für ausgewählte Produkte die Emissionen von Treibhausgasen zu ermitteln und zu bilanzieren. Tchibo erarbeitete zu diesem Zweck den CO2-Fußabdruck eines von der Rainforest Alliance zertifizierten Kaffees aus Afrika sowie einer in Asien gefertigten Sporttasche. Mit ihrer Arbeit haben die Projektteilnehmer wichtige Grundlagen für die Bewertung der Klimawirksamkeit von Produkten geschaffen – und zur internationalen Harmonisierung der PCF-Methodik beigetragen.
Seit Abschluss der Pilotphase widmen sich die Teilnehmer des PCF-Projekts weitergehenden Fragen. Unter der Fragestellung „Alternativen zum Konsumverzicht?“ hat die Organisation beispielsweise im November 2010 im Rahmen eines Symposiums Ansätze, Herausforderungen und Empfehlungen zur Förderung eines klimaverträglichen Konsums einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und mit den Teilnehmern erörtert.
Außerdem nehmen wir seit Mai 2010 am Klimaschutzdialog „Wirtschaft und Politik“ des Bundesumweltministeriums teil. Die Initiative hat Vorschläge erarbeitet, wie die Wirtschaft ihren Beitrag zur Reduktion der Klimagase leisten kann. Die Ergebnisse des Prozesses werden nun den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, den Ländern und den Kommunen sowie den politischen Vertreten auf EU-Ebene zur Verfügung gestellt.
