Nachhaltigkeitsbericht 2010

Umweltschutz bei Tchibo

Umweltschutz beginnt bei Tchibo beim Design sowie der Herstellung der Produkte – und hört auch bei der Entsorgung nicht auf.

Die Quelle des Lebens bewahren

Wie Tchibo sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser einsetzt.

Ob Tchibo Kaffee oder Gebrauchsartikel produziert und verarbeitet: Ohne Wasser geht es nicht. Deshalb engagiert sich Tchibo in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen für einen nachhaltigen Umgang mit dieser unverzichtbaren Ressource. Ziel ist es, diese wichtige Lebensgrundlage langfristig zu sichern.


Mit großer Mehrheit haben die Vereinten Nationen im Jahr 2010 beschlossen, den Anspruch auf reines Wasser in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufzunehmen. Dieser Schritt verdeutlicht einmal mehr, dass Wasser für das Leben auf unserem Planeten unverzichtbar ist. Wir bei Tchibo messen diesem Thema bereits seit langer Zeit große Bedeutung bei.

Von der Pflanze bis zur Tasse: Ohne Wasser gibt es keinen Kaffee

Wasser ist für die Herstellung von Kaffee in mehrfacher Hinsicht unverzichtbar. Insbesondere wenn eine künstliche Bewässerung von Kaffeepflanzen notwendig ist, spielt die Ressource eine große Rolle. Wir achten darauf, das Wasser richtig zu dosieren und aufzubringen. Gemeinsam mit unseren Partnern in den Anbauregionen – darunter die Organisationen Rainforest Alliance und Fairtrade sowie die Produzenten von Biokaffee – fördern wir wassersparende Anbaupraktiken. Ebenfalls von großer Bedeutung bei der Pflanzenbewässerung ist es, dass keine Dünge- oder Pflanzenschutzmittel ins Grundwasser gelangen.

Auch bei der weiteren Verarbeitung des Kaffees ist Wasser wichtig. Hier ist insbesondere die nasse Aufbereitung des Rohkaffees nach der Ernte zu nennen. Dieses Verfahren findet abhängig von der Herkunft, der Kaffeeart und der weiteren Verarbeitung Anwendung. Wir beziehen – beispielsweise für unsere Premiumqualitäten – einen bedeutenden Anteil gewaschener Rohkaffees. Der prozentuale Anteil schwankt unterjährig und ist abhängig vom Produktsortiment und den entsprechenden Rezepturen.

Im Fokus: die Wasserqualität am Ende der Verarbeitungsprozesse

Wie viel Wasser für die Kaffeeproduktion aufgewendet wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab – und kann stark variieren. Auch aus Sicht der kritischen Anspruchsteller ist es wichtig, das Thema Wasser im Verhältnis zu zwei Bezugspunkten zu betrachten: Wie viel Wasser ist in der jeweiligen Anbauregion verfügbar? Und: Wie ist es um die Qualität bestellt, in der es den Verarbeitungsprozess verlässt? Gezielt setzen wir, je nach den Verhältnissen in der jeweiligen Anbauregion, den Schwerpunkt der Aktivitäten.

Nachhaltig produzierte Baumwolle

Auch bei der Herstellung unserer Gebrauchsartikel kommt Wasser zum Einsatz. Die Menge unterscheidet sich dabei jedoch von Produkt zu Produkt. Ein besonders wasserintensiver Prozess ist beispielsweise der Baumwollanbau. Der World Wide Fund for Nature (WWF) hat errechnet, dass im konventionellen Anbau für die Herstellung von einem Kilogramm Baumwolle durchschnittlich 20.000 l Wasser benötigt werden.

Auch vor diesem Hintergrund intensivieren wir unseren Einsatz für nachhaltig angebaute Baumwolle, in Zusammenarbeit mit Textile Exchange für Biobaumwolle und mit der Aid by Trade Foundation für „Cotton made in Africa“. Entsprechend den Regeln dieser Organisationen wird für den Anbau von Baumwolle eine Reihe von Nachhaltigkeitsaspekten vorgeschrieben und kontrolliert – insbesondere auch der sparsame Umgang mit Wasser.  

 

Der Wasserverbrauch an unseren Standorten

Auf den Wasserverbrauch achten wir aber nicht nur bei der Herstellung von Produkten, sondern auch im Bereich der Verwaltung. An unserem Hauptverwaltungsstandort in Hamburg hatten wir im Jahr 2010 einen Wasserverbrauch von 24.866 m3. Dies stellt eine minimale Erhöhung um 137 m3 im Vergleich zum Vorjahr dar. Bezogen auf das Jahr 2008 handelt es sich um einen Anstieg von 3,15 Prozent.

Über den Wasserverbrauch in unseren Filialen liegen uns nur wenige Daten vor. Der Grund dafür ist, dass die entsprechenden Werte von den Vermietern der Immobilien nur selten gesondert erfasst werden und sie somit nur in Ausnahmefällen verfügbar sind.

Die Daten zum Wasserverbrauch am Verwaltungsstandort in Hamburg sind in der Grafik dargestellt.

Wasserverbrauch an Verwaltungsstandorten (2008­–2010)

Zum Download hinzufügen Print
Das gibt es nur bei Tchibo