Nachhaltigkeitsbericht 2010

Umweltschutz bei Tchibo

Umweltschutz beginnt bei Tchibo beim Design sowie der Herstellung der Produkte – und hört auch bei der Entsorgung nicht auf.

30 Prozent weniger

Wie Tchibo seinen transportbedingten CO2-Ausstoß senkt.

Ein Siebtel der durch den Menschen verursachten CO2-Emissionen geht auf den Verkehr zurück. Damit tragen Lkw, Flugzeug und Schiff wesentlich zum Klimawandel bei. Für Tchibo ist es eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit, seine Produkte teilweise in weit entfernten Ländern herstellen zu lassen. Um das Klima zu schonen, nutzt Tchibo aber verschiedenste Möglichkeiten, den CO2-Ausstoß beim Warentransport so niedrig wie möglich zu halten.


Im Jahr 2006 war mit unseren Transporten ein Ausstoß von rund 128.500 t CO2 verbunden. Das ist im Vergleich zu anderen global agierenden Unternehmen gut – uns aber noch nicht gut genug: Bis zum Jahr 2015 wollen wir unsere transportbedingten CO2-Emissionen um 30 Prozent im Vergleich zu 2006 senken. Einen guten Teil dieser Strecke haben wir in den vergangenen Jahren bereits zurückgelegt – 2010 lag der Wert bei 26 Prozent. Das Projekt „LOTOS“ hilft uns dabei, auch die verbleibende Lücke zu schließen.

LOTOS – das Projekt für nachhaltigen Gütertransport

LOTOS steht für „Logistics towards Sustainability“, übersetzt „Logistik auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“. Hinter der Abkürzung verbirgt sich ein Projekt, in dem wir mit Unterstützung der Technischen Universität Hamburg-Harburg und des Bundesumweltministeriums (BMU) unsere Transportwege und -mittel eingehend durchleuchtet haben. Ziel war es zunächst, Ansatzpunkte für einen gezielten und effizienten Klimaschutz zu identifizieren. Diese Erkenntnisse sind in einem zweiten Schritt in konkrete Maßnahmen zur CO2-Vermeidung eingeflossen.

Ob Straße oder See: Wir vermeiden CO2, wo wir können

Bei der Bestandsaufnahme stellte sich heraus, dass vor allem die Transportwege Straße und Schifffahrt für eine gezielte Emissionssenkung in Betracht kommen. Lkws beispielsweise leisten nur einen geringfügigen Beitrag zum gesamten Transportaufkommen, sind jedoch für 21 Prozent unseres verkehrsbedingten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Per Schiff erledigen wir rund 95 Prozent unserer Warentransporte – bei etwas mehr als drei Vierteln der verkehrsbedingten CO2-Emissionen. Um unsere hochgesteckten Klimaziele zu erreichen, müssen wir auch hier ansetzen und die Werte weiter verbessern.

CO2-Einsparungen im Transportbereich – einige Beispiele

Wie wollen wir das schaffen? Die Erkenntnisse aus dem LOTOS-Projekt werden in konkrete Maßnahmen umgesetzt – auf sämtlichen Verkehrswegen.

  • Straße: Während wir in den vergangenen Jahren exklusiv für uns gebuchte Lkws für den Warentransport vom Lager zur Verkaufsstelle genutzt haben, setzen wir jetzt in den meisten Liefergebieten auf Sammelfuhren. Fährt ein Lkw beispielsweise ein Einkaufszentrum an, enthält die Ladung nicht nur Tchibo Produkte, sondern auch Waren anderer Geschäfte im Umfeld. Insgesamt reduzieren wir so die Lkw-Strecken – und vermeiden klimaschädliches CO2.
  • Seeweg: Beim Schiffsverkehr setzen wir auf exakte Planung – und können im Gegenzug auf Geschwindigkeit verzichten. Der Zusammenhang ist einfach: Je langsamer ein Frachter fährt, desto geringer ist sein Treibstoffverbrauch – und desto weniger CO2 setzt er frei.
  • Schiene: Wir haben uns dafür entschieden, den Anteil unseres Warentransports auf der Schiene konstant zu halten und nicht auf die Straße zu verlagern, obwohl wir dadurch Kosten senken könnten. Zusätzlich prüfen wir kontinuierlich, ob weitere Verlagerungen von der Straße auf die Schiene möglich und sinnvoll sind.

CO2-Emissionen durch den Transport von Tchibo Produkten (2008–2010), ohne Mengenbereinigung:

Anteil der Verkehrsträger an CO2-Emissionen durch den Transport von Tchibo Produkten (2010):

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Das gibt es nur bei Tchibo