Nachhaltigkeitsbericht 2010

Nachhaltigkeitsmanagement

Soziale Verantwortung, Umweltbewusstsein und wirtschaftlicher Erfolg schließen sich bei Tchibo nicht aus, sondern bilden die Säulen unserer Zukunftssicherung.

Unsere Ziele 2011

Was sich Tchibo vorgenommen hat.

2010 hat Tchibo auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit viel erreicht. Diese Erfolge sind jedoch für uns kein Grund, uns darauf auszuruhen, sondern ein großer Ansporn, uns auch in Zukunft immer weiter zu verbessern. Für das Jahr 2011 haben wir uns deshalb wieder ehrgeizige Ziele gesteckt.


Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit. So ist es in unserer Unternehmensstrategie „Zukunft braucht Herkunft“ verankert, und so spiegeln es sowohl unser Selbstverständnis als auch die Tchibo DNA sowie unser für alle Mitarbeiter verpflichtender Verhaltenskodex (Code of Conduct) wider.

 

 

Unser Kernziel, Nachhaltigkeit auf allen Ebenen unserer Geschäftstätigkeit zu verankern, können wir nicht von heute auf morgen verwirklichen. Deshalb setzen wir auf eine langfristige Strategie: Für jedes einzelne unserer Handlungsfelder haben wir mindestens ein Leitziel definiert, das uns bei der Umsetzung unseres Kernziels Orientierung gibt. Um der Verwirklichung der Leitziele kontinuierlich näherzukommen, setzen wir uns Jahr für Jahr neue, untergeordnete Teilziele.

 

Leitziel

Zur Entwicklung und Umsetzung der nationalen Managementsysteme werden wir bis 2015 in den Vertriebsländern Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Türkei, Russland und Rumänien Nachhaltigkeitsteams aufbauen und schulen. Diese werden – in Zusammenarbeit mit dem Bereich Unternehmensverantwortung der Unternehmenszentrale in Hamburg – länderspezifische Nachhaltigkeitsprogramme mit Zielen und Maßnahmen für eine kontinuierliche Verbesserung der unternehmensbezogenen Nachhaltigkeitsleistungen entwickeln und umsetzen. Sie gelten entweder unmittelbar in der gesamten Tchibo Gruppe oder werden an den Zielen und Maßnahmen der Tchibo Gruppe für jeden Vertriebsmarkt individuell ausgerichtet. Insbesondere mit Blick auf standortbezogene Fragestellungen entwickeln die Vertriebsgesellschaften ihre Ziele und Maßnahmen in Eigenregie.

Teilziele 2011

  • Benennung und Schulung von zentralen Ansprechpartnern in der Türkei, in Russland und in Rumänien.

  • Aufbau von Nachhaltigkeitsteams in Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei.

  • Entwicklung von nationalen Nachhaltigkeitsprogrammen in allen osteuropäischen Vertriebsgesellschaften.

  • Zertifizierung aller osteuropäischen Vertriebsgesellschaften für das Segment Kaffee gemäß den Standards von Rainforest Alliance, Bio, Fairtrade und UTZ CERTIFIED.

  • Mitgliedschaft oder Mitarbeit in möglichst je einer nationalen, auf das Thema Nachhaltigkeit fokussierten Nichtregierungsorganisation zur Intensivierung des branchenübergreifenden Erfahrungsaustauschs und Stakeholder-Dialogs.

Leitziel

Wir haben uns auf den Weg gemacht, vollständig vom sogenannten konventionellen auf nachhaltigen Rohkaffeeanbau zu wechseln. Hierfür soll für 100 Prozent der für unsere Produkte eingesetzten Rohkaffees die Herkunft bis zum Feld transparent sein und die Rohkaffees sollen mindestens nach dem Basisstandard 4C (Common Code for the Coffee Community) oder vergleichbaren Modellen validiert sein (validiert nachhaltig) und/oder den Anforderungen der Standardorganisationen Fairtrade, Rainforest Alliance, Bio bzw. UTZ CERTIFIED entsprechen (zertifiziert nachhaltig). Als ersten Meilenstein auf dem Weg zur Erreichung dieses anspruchsvollen Leitziels haben wir uns das Jahr 2015 gesetzt. Bis dahin sollen jährliche Teilziele erreicht werden.

Teilziele 2011

Projektebene (Smartsource)

  • Abschluss des Smartsource-Projekts in Kenia mit dem Ziel der Zertifizierung, um ab Ende 2011 wieder mindestens 30 Prozent Rainforest Alliance CertifiedTM Qualitäten für den Privat Kaffee „African Blue“ einsetzen zu können. Dies musste seit 2009 ausgesetzt werden, da die entsprechenden Mengen nicht verfügbar waren.

  • Abschluss der zwei noch laufenden Smartsource-Projekte in Guatemala mit dem Ziel der Zertifizierung. Ab 2012 soll der Privat Kaffee „Guatemala Grande“ zu 100 Prozent in Rainforest Alliance CertifiedTM Qualität angeboten werden. Der Anteil von bisher mindestens 30 Prozent wird damit auf 100 Prozent gesteigert.

  • Beginn eines weiteren Smartsource-Projekts in Kenia zum Ausbau des Anteils von Rainforest Alliance CertifiedTM Qualitäten mit dem Ziel, bis spätestens 2015 die afrikanischen Rohkaffeeursprünge vollständig umzustellen.

  • Beginn eines Smartsource-Projekts in Vietnam zum Ausbau des Anteils an 4C validierten Qualitäten mit dem Ziel, das benötigte Rohkaffeevolumen für den vollständigen Wechsel konventioneller auf nachhaltige Rohkaffeequalitäten zu generieren.

Produktebene

  • Umstellung auf 100 Prozent zertifiziert nachhaltige Qualitäten im Cafissimo-Sortiment.

  • Umstellung des Privat Kaffee-Sortiments auf 100 Prozent Rainforest Alliance CertifiedTM Qualität. Bei „African Blue“, „Vulkan-Bohnen“ und „Perl-Bohnen“ werden aufgrund der fehlenden Verfügbarkeit zertifizierten afrikanischen Rohkaffees zunächst mindestens 30 Prozent Rainforest Alliance CertifiedTM Qualitäten eingesetzt.

Leitziel

So schnell wie möglich sollen im Sozialbereich der globalen Zulieferketten für Gebrauchsartikel alle unsere strategischen Lieferanten, mit denen wir langfristig zusammenarbeiten, und deren Produktionsstätten in das Schulungsprogramm „WE“ (Worldwide Enhancement of Social Quality) einbezogen sein. Soweit bis dahin ausreichend Trainer in den Beschaffungsmärkten rekrutiert und auf die Anforderungen von „WE“ trainiert werden konnten, werden bis Ende 2015 insgesamt ca. 500 strategische Lieferanten einbezogen sein. Wir werden die Methodik sowie die angewendeten Instrumente für die Wirkungsanalyse des WE Projekts von Social Accountability International (SAI) überprüfen lassen. Darüber hinaus werden wir innovative Lösungsmodelle für eine Sicherstellung von Gewerkschafts- und Tarifverhandlungsfreiheit sowie von existenzsichernden Löhnen für Beschäftigte in den asiatischen Beschäftigungsmärkten entwickeln und erproben.

Teilziele 2011

  • Rollout des WE Programms in die Wertschöpfungskette: 75 strategischen Lieferanten bzw. Produktionsstätten befinden sich in der laufenden WE Qualifizierung in Bangladesch und China.

  • Sozialmanagementsystem: Finalisierung des Konzepts zu den Themen existenzsichernde Löhne und Heimarbeit. Auf Initiative von H&M und gemeinsam mit anderen Handelsunternehmen werden Filme über Brandschutz und Verhalten im Brandfall für Beschäftigte und Eigentümer von Textilfabriken in Bangladesch produziert. Diese werden im Rahmen von Sondertrainings in den Produktionsstätten von Tchibo Lieferanten eingesetzt.

  • Durchführung eines Multistakeholder-Prozesses mit dem Ziel, eine Vertrauensbasis für Gewerkschafts- und Tarifverhandlungsfreiheit in den Produktionsstätten in Bangladesch zu schaffen. Dabei werden Produzenten, nationale Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Nichtregierungsorganisationen, die internationale Dachgewerkschaft ITGLWF und Tchibo Einkäufer einbezogen.

  • Existenzsichernde Löhne: Bestandsaufnahme möglicher Auswirkungen auf Einkaufs- und Verkaufspreise, Einkaufsmengen sowie die Position im Wettbewerbsumfeld im Falle von Lohnanpassungen an ein existenzsicherndes Niveau.

Leitziel

Wir werden auch künftig alles daransetzen, das Vertrauen unserer Kunden in unser Unternehmen zu stärken – durch konsequente Kundenorientierung, höchste Produktqualität und uneingeschränkten Verbraucherschutz. Wir tauschen uns kontinuierlich mit unseren Kunden aus, um uns mit ihren Ansprüchen auseinanderzusetzen und unser Handeln – so weit wie möglich – daran auszurichten. Tchibo fördert einen klimaverträglichen und nachhaltigen Konsum. Dazu gehört eine transparente und verständliche Verbraucherkommunikation, die wir weiter ausbauen werden.

Teilziele 2011

  • Kundenservice: Im Jahr 2011 wird auf nationaler und internationaler Ebene eine systemische und regelhafte Kundenzufriedenheitsbefragung etabliert. Daraus werden Handlungsfelder und Maßnahmen abgeleitet.

  • Bestandsaufnahme der sogenannten FCSR (First Contact Solution Rate) auf nationaler und internationaler Ebene: Erreichen einer fallabschließenden Quote aller Kundenanliegen von mindestens 90 Prozent bereits im ersten Kontakt.

  • Datenschutz: Ausbau des internationalen Datenschutzmanagementsystems und Einbeziehung der osteuropäischen Vertriebsgesellschaften.

  • Einführung eines Online-Schulungsprogramms für die Mitarbeiter der Tchibo GmbH und der Tochtergesellschaften in Deutschland zur Sensibilisierung eines verantwortungsvollen Umgangs mit personenbezogenen Daten. Bis 2013 sollen alle Mitarbeiter das Programm absolviert haben.

  • Vertrieb Filiale: Modernisierung unserer insgesamt rund 800 Tchibo Filialen in Deutschland. Der Beginn des Umbaus sämtlicher Filialen in Deutschland ist für 2012 geplant. 

  • Entwicklung eines Schulungskonzepts mit dem Ziel, die Beratungskompetenz unserer Filialmitarbeiter in Deutschland auszubauen.

  • Kundendialog und -information: Etablierung und Nutzung ausgewählter Social-Media-Plattformen, um einen ehrlichen und konstruktiven Austausch mit interessierten und kritischen Endverbrauchern zu fördern. 

  • Ausbau der Kommunikation und Information der Kunden – sowohl über Produkte, die unter nachhaltigen Bedingungen hergestellt wurden, als auch über wesentliche Aktivitäten von Tchibo im Bereich Nachhaltigkeit. 

Leitziele

Klimaschutz

  • Bis 2015 sind unsere transportbedingten CO2-Emissionen tonnagebereinigt, d.h. auf vergleichbarer Basis, um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2006 (erste Tchibo CO2-Bilanz) reduziert.

Ressourcen (Baumwolle, Holz und Zellstoff)

  • Bis 2015 soll für einen signifikanten Anteil der von uns eingesetzten Baumwolle die Herkunft bis zum Feld transparent sein und zumindest einem Nachhaltigkeits-Basisstandard entsprechen – zum Beispiel Cotton made in Africa, BCI (Better Cotton Initiative) oder einem vergleichbaren, gegebenenfalls noch zu entwickelnden Modell, wie etwa BMP (Better Management Practices), IPM (Integrated Pest Management – validiert nachhaltig). In jeweils jährlich festgelegten Produkten entspricht die Baumwolle anspruchsvollen Multistakeholder-Standards, wie beispielsweise Organic Cotton, GOTS (Global Organic Textile Standard) oder Naturtextil (zertifiziert nachhaltig). Da nachhaltige Baumwolle leider nur eingeschränkt am Markt verfügbar ist, ist eine weitere Spezifikation dieses Leitziels derzeit noch nicht möglich. Deshalb konzentrieren wir uns darauf, verstärkt nachhaltige Baumwolle nachzufragen, in unserem Sortiment zu verarbeiten und das Angebot damit zu stimulieren.

  • Bis 2015 erfüllen 100 Prozent der von uns eingesetzten Hölzer und Zellstoffe unseren eigenen FTS-Standard (Forest Tracing System – validiert nachhaltig). Tropische und boreale Harthölzer sowie Magazin- und sonstige hochwertige grafische Papiere wie Werbemittel, Flyer u.ä.entsprechen den Anforderungen des FSC® (Forest Stewardship Council). Büropapiere bestehen aus Recyclat mit Blauem Umwelt Engel (zertifiziert nachhaltig).

Produkte und Prozesse

  • Bis 2015 entsprechen 100 Prozent unserer sonstigen Gebrauchsartikelsortimente mindestens den jeweils aktuellen Basisprofilen von „Tchibo Umweltplus“. Unsere Richtlinie „Tchibo Umweltplus“ stellt in Übersichten mit maximal fünf Stufen (von Basisprofilen bis zu Innovationen) die Integration von Umweltanforderungen in die Tchibo Qualitätsanforderungen dar.

 

Teilziele 2011

Klimaschutz

  • Klimaschutz beim Warentransport: Weiterentwicklung der Roadmap zur Erreichung des CO2-Reduktionsziels von 30 Prozent bereits im Jahr 2012 (umsatz- und tonnagebereinigt).

  • Klimaschutz bei Geschäftsreisen: Abschluss der Umstellung des Außendienstfuhrparks auf verbrauchsärmere Fahrzeuge (unter anderem VW BlueMotion) und dadurch Senkung des durchschnittlichen CO2-Flottenwerts unter einen Wert von 130 g/km.

  • Energiemanagementsysteme: Aufbau und Implementierung von Energiemanagementsystemen an drei Standorten in Deutschland – in der Unternehmenszentrale City Nord, in den Röstereien sowie am Logistikstandort Gallin.

  • Fortführung bestehender Projekte (zum Beispiel BIONOS) sowie Implementierung neuer Projekte wie etwa CPI2 (Carbon Performance Improvement Initiative) und Coffee & Climate zur weiteren Optimierung der Klimaverträglichkeit der Tchibo Wertschöpfungsketten.

Ressourcen (Baumwolle, Holz und Zellstoff)

  • Trotz erheblicher Preissteigerungen für Rohbaumwolle wird das Niveau des Jahres 2010 von validiert bzw. zertifiziert nachhaltigen Baumwollprodukten aufrechterhalten: 3,39 Millionen verkaufte Einheiten von Cotton made in Africa und Organic Cotton.

  • Aufbau eines eigenen Systems, zum Beispiel CTS (Cotton Tracing System), für mehr Transparenz im Ursprung der Rohbaumwolle.

  • Weitere Spezifizierung des Leitziels zum Einsatz ökologisch und sozial verträglicher Baumwolle.

  • Anwendung des FTS-Standards auf alle Holzprodukte.

  • Aufnahme in das Global Forest & Trade Network des WWF (World Wide Fund For Nature).

  • Schaffung der Voraussetzungen für die vollständige Umstellung der Magazinpapiere auf FSC®-Qualität (Forest Stewardship Council) und der Büropapiere auf Recyclat mit Blauem Engel im Jahr 2012.

Produkte und Prozesse

  • Finalisierung der Anforderungsprofile von „Tchibo Umweltplus“ zur ökologischen Optimierung unserer sonstigen Produkte und Prozesse sowie Beginn der Integration in die Tchibo Qualitätsanforderungen.

Leitziel

1. Zur Weiterentwicklung und Stärkung unserer Unternehmenskultur unterstützen wir auch zukünftig die Weiterbildung und berufliche Entwicklung aller Mitarbeiter. Anfang 2011 wurde im HR Bereich der Bereich „Human Resources Development“ zur Stärkung der Personalentwicklung und Ausbildung geschaffen.
2. Seit 2010 sind wir als erstes bundesweites Handelsunternehmen von der Stiftung berufundfamilie als familienbewusstes Unternehmen zertifiziert. Ein mit der Stiftung vereinbarter Maßnahmenplan wird seitdem schrittweise umgesetzt. Bis 2015 wird sich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für alle Tchibo Mitarbeiter beispielsweise bei der Kinderbetreuung, aber auch bei der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger weiter verbessern.
3. Wir werden uns für den Erhalt der freiwilligen Sozialleistungen auch im Falle einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation starkmachen, um die außergewöhnliche Einsatz- und Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter anzuerkennen.

Teilziele 2011

  • Mitarbeiterengagement: Vorbereitung einer für 2012 vorgesehenen Mitarbeiterbefragung.

  • Einführung des Tchibo Führungsdialogs, der Führungskräfte darin unterstützt, in
    einen systematischen Austausch mit ihren Mitarbeitern zu gehen, und pragmatische Lösungen zur Verbesserung der Führung und zur Stärkung der Zusammenarbeit zu finden.

  • Arbeitsschutz: Wir werden ein Arbeitsschutzhandbuch für den Standort City Nord erstellen.

  • Ausbau zielgerichteter gesundheitsfördernder Maßnahmen zur weiteren Förderung eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagementsystems bei Tchibo. Integration der Maßnahmen zur Burn-Out Prophylaxe und Sensibilisierung des Managements für dieses Krankheitsbild.

  • Beruf und Familie: Auch künftig werden berufstätige Eltern unterstützt, zum Beispiel durch die Bereitstellung zehn weiterer Kitaplätze in den umliegenden Kitas der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten. Die ersten Vermittlungen erfolgen ab Januar 2012. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden wir auch bei der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger für alle Tchibo Mitarbeiter deutlich verbessern. Dafür werden wir ein Konzept erarbeiten. Dieses beinhaltet wichtige Informationen zum Thema Eldercare und zu den Themen Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Pflege, Jobsharing, Führungspositionen in Teilzeit, Außendienst und Teilzeit.

  • Teilzeit in Führungspositionen: Aufnahme des Themas Teilzeit in Führungspositionen in eine Betriebsvereinbarung.

  • Sozialleistungen: Wir werden uns für den Erhalt der freiwilligen Sozialleistungen auch für den Fall einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation stark machen.

  • Interne Sozialverantwortung: Überarbeitung des Rahmens und der Leistungen der betrieblichen Altersversorgung. Das Inkrafttreten ist für 2012 geplant.  

Leitziel

Bis 2015 wollen wir im Umfeld unserer Aktivitäten zur Umstellung des konventionellen auf einen nachhaltigen Kaffee- und Baumwollanbau mindestens 20 Bildungsprojekte initiieren.

Teilziele 2011

  • Fortführung des 2010 begonnenen Schulprojekts in Benin im Umfeld von Cotton made in Africa. Bis 2013 werden mindestens 30.000 Schuluniformen und 10.000 Schulbücher für Grundschüler bereitgestellt. Weitere Maßnahmen sind der Aufbau von sechs neuen Schulgebäuden, die Installation von Stromanschlüssen bzw. Solarstrom in zehn Schulen sowie die Errichtung und Ausstattung von zehn Schulkantinen, verbunden mit eigens angelegten Gemüsegärten und Trinkwasserbrunnen zur optimalen Versorgung der Schüler mit Nahrung.

  • Start eines Gemeinschaftsprojekts in Kenia im Umfeld unserer Smartsources zur Entwicklung und Beschaffung von Rainforest Alliance CertifiedTM Rohkaffees: Stärkung der Rolle der Farmerfrauen in der Gesellschaft, insbesondere durch Bildungsangebote und Unterstützung beim Zugang zu zusätzlichen Einkommensquellen.

  • Fortführung des Projekts in Guatemala im Umfeld unserer Smartsources zur Entwicklung und Beschaffung von Rainforest Alliance CertifiedTM Rohkaffees: Altersgerechte Betreuung und Angebot von Lerninhalten insbesondere für Kinder von Wanderarbeitern. Dadurch wird eine Alternative geschaffen zur Unterstützung der Eltern bei der Kaffeeernte und ein Beitrag zur Durchsetzung der ILO-Kernarbeitsnormen (ILO = International Labour Organization) geleistet.

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