Nachhaltigkeitsbericht 2010

Unternehmensverantwortung bei Tchibo

Lernen Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht den strategischen Ansatz und die vielfältigen Aktivitäten von Tchibo näher kennen.

Häufige Fragen

Welche Fragen Tchibo häufig gestellt werden.

Hier finden Sie einige der häufigsten Fragen, die Tchibo von Stake­holdern zum Thema Nachhal­tigkeit gestellt werden.

Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategie. In der Praxis bedeutet dies: Wir überprüfen und optimieren unsere Aktivitäten unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten – und machen dabei nicht an Länder- oder Marktgrenzen halt. Unser Ziel ist dabei klar formuliert: die ganzheitlich nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens mit allen Produkten und wesentlichen Prozessen. Dafür haben wir ein Managementsystem mit klar definierten Aufgaben und Verantwortlichkeiten eingerichtet. Hierzu gehört auch der Austausch mit allen relevanten gesellschaftlichen Anspruchsgruppen – insbesondere bei Herausforderungen, die wir alleine nicht bewältigen können.

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Veränderungen anzustoßen, ist im Alleingang oft nicht möglich. Um Nachhaltigkeitsthemen effizient weiterzuentwickeln, pflegt Tchibo den intensiven Austausch mit allen relevanten gesellschaftlichen Anspruchsgruppen und arbeitet Seite an Seite mit starken Kooperationspartnern. Vertreter unseres Bereichs Unternehmensverantwortung nehmen zu diesem Zweck beispielsweise an Konferenzen, Diskussionsforen und runden Tischen teil. Darüber hinaus ist Tchibo Mitglied in verschiedenen Gremien, um auch auf politischer Ebene auf die Etablierung ökologisch und sozialverträglicher Geschäftspraktiken hinzuarbeiten. Mit Kooperationspartnern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft setzen wir zudem konkrete Projekte um, die wir im Alleingang nicht bewältigen könnten.

 

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Um seinen Kunden die besten Kaffeequalitäten und eine Vielfalt an Gebrauchsartikeln bieten zu können, arbeitet Tchibo mit Lieferanten auf der ganzen Welt zusammen. Im Bereich Kaffee sind das vor allem Farmer in den Ländern des sogenannten Kaffeegürtels rund um den Äquator. In Mittel- und Südamerika handelt es sich dabei insbesondere um Brasilien, Kolumbien, Peru, Honduras und Guatemala. In Ostafrika sind das vor allem Tansania, Kenia sowie Äthiopien und in Asien beziehen wir unseren Kaffee hauptsächlich aus Vietnam, Papua-Neuguinea und Indien.

 

Im Bereich Gebrauchsartikel kooperieren wir mit asiatischen Zulieferern, insbesondere mit Produzenten in China, Bangladesch, Vietnam, Indien und der Türkei.

 

Diese globale Arbeitsteilung kann für alle Seiten große Chancen eröffnen – allerdings nur, wenn sie nicht auf Kosten von Mensch und Umwelt geht. Tchibo setzt sich deshalb gemeinsam mit starken Partnern dafür ein, dass soziale und ökologische Standards entlang der gesamten Lieferkette eingehalten werden – sowohl im Bereich Kaffee als auch im Bereich Gebrauchsartikel.

 

Mehr zum Thema Verantwortung in Lieferketten

Als Grundlage für unser Engagement zur Durchsetzung und Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen haben wir einen Verhaltenskodex formuliert, dem sich all unsere Geschäftspartner – sowohl Lieferanten als auch deren Produzenten und Unterauftragnehmer – verpflichten: den Social Code of Conduct (SCoC). Dieser enthält die weltweit anerkannten Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und basiert auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Der Verhaltenskodex ist Bestandteil jedes Lieferantenvertrags und damit für unsere Gebrauchsartikelzulieferer auf der ganzen Welt verbindlich. Diese Regelungen stellen Mindestanforderungen dar. Sollte die lokale Arbeits- und Sozialgesetzgebung strenger sein als die Vorgaben des SCoC, dann ist die strengere Regelung allein maßgeblich. Regelmäßige unabhängige Kontrollen geben uns und unseren Lieferanten darüber hinaus einen Überblick über den Stand der Umsetzung.

 

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Tchibo stellt mit vielfältigen Maßnahmen sicher, dass die persönlichen Angaben von Kunden vor unrechtmäßigen Zugriffen geschützt sind. Dazu gehören etwa ein umfassendes Datenschutzmanagementsystem, regelmäßige Mitarbeiterschulungen, die Aktualisierung der Datenschutzbestimmungen oder die Verpflichtung jedes Beschäftigten zum Datenschutz durch den Tchibo-eigenen Code of Conduct. Darüber hinaus hat Tchibo seine gesamten Werbeaktivitäten unter Datenschutzgesichtspunkten durchleuchtet und an neue Anforderungen angepasst. Im Zuge dessen wurde beispielsweise beim Newslettermarketing das „Double Opt-in“-System eingeführt – jeder Kunde muss nun seine Einwilligung noch einmal bestätigen, wenn er den Tchibo Newsletter erhalten möchte.

 

Mehr zum Thema Verbraucherschutz

Beim Thema Qualität geht es Tchibo nicht nur um das Produkt, das der Kunde am Ende in der Hand hält. Qualität verstehen wir vielmehr als ganzheitlichen Begriff, der sich auf alle Phasen der Produktion bezieht. Im Bereich Kaffee heißt das: Von der Auswahl der Kaffeebohnen im Ursprung über Transport und Röstung bis hin zur Verpackung lässt Tchibo größte Sorgfalt walten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat Tchibo mit der „Food Guideline“ ein umfassendes, für alle Länder und Vertriebskanäle verbindliches Regelwerk mit Anforderungen an die Roh- und Röstkaffeequalitäten aufgestellt.

 

Auch im Bereich Gebrauchsartikel bezieht sich das Tchibo Qualitätsversprechen auf die gesamte Lieferkette – vom Design bis hin zur umweltverträglichen Entsorgung. So sind in allen Lieferantenverträgen verbindliche soziale und ökologische Qualitätsanforderungen enthalten und jede Produktserie durchläuft umfangreiche Untersuchungen im Hinblick auf Sicherheit, Stabilität oder Materialeigenschaften. Zusätzlich zu unseren eigenen umfangreichen Kontrollen führen unabhängige, zertifizierte Prüfinstitute alle Sicherheits- sowie Schadstoffuntersuchungen durch.

 

Mehr zum Thema Qualität und Sicherheit

Mit verschiedenen Siegeln und Labeln machen wir es unseren Kunden leicht, nachhaltige Produkte in unserem Sortiment auf einen Blick zu erkennen. Im Bereich Kaffee kooperieren wir dafür unter anderem mit den Standardorganisationen Rainforest Alliance, Fairtrade und den hinter dem Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung stehenden Organisationen. Bei unseren Gebrauchsartikeln arbeiten wir vor allem mit Cotton made in Africa, Textile Exchange sowie dem Forest Stewardship Council (FSC®) zusammen.

 

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Tchibo nutzt verschiedene Möglichkeiten, um das Klima zu schonen. Dabei setzen wir bei den Ursachen des Klimawandels an – und engagieren uns insbesondere auf den von uns unmittelbar beeinflussbaren Feldern Transport, Energieverbrauch sowie Fuhrpark und Geschäftsreisen.

 

Ausgehend von unserer Beteiligung am LOTOS-Projekt (LOTOS = Logistics towards Sustainability), arbeiten wir etwa daran, den CO2-Ausstoß beim Warentransport so gering wie möglich zu halten. So setzen wir beim Lkw-Transport auf Sammelfuhren, lassen unsere Frachter auf See langsamer und damit verbrauchsärmer fahren und halten den Anteil unseres Warentransports per Schienenverkehr konstant.

 

Auch im Bereich Energieverbrauch setzt Tchibo an, um den Ursachen des Klimawandels entgegenzuwirken. Ökostrom, energiesparende Niedrigtemperaturkatalysatoren in der Hamburger Rösterei oder eine stromsparende Beleuchtung der Filialen und Verwaltungsstandorte durch LEDs sind nur einige der Maßnahmen in diesem Bereich. Darüber hinaus haben wir 2010 damit begonnen, unsere Standorte auf die Einführung von sogenannten Energiemanagementsystemen (EMS) vorzubereiten. Mit Hilfe dieser Systeme lassen sich Verbräuche transparent machen und konkrete Einsparpotenziale bestimmen.

 

Schließlich soll auch unser Fuhrpark einen möglichst geringen CO2-Ausstoß aufweisen. Deshalb haben wir beispielsweise bereits 258 von 516 Dienstwagen unseres Außendienst-Fuhrparks gegen verbrauchsärmere Modelle ausgetauscht.

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Als Familienunternehmen legt Tchibo großen Wert auf die Zufriedenheit aller Mitarbeiter. Sie sollen sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen und dabei gesund und motiviert bleiben. Deshalb stärken wir die Verbundenheit und Identifikation unserer Mitarbeiter mit Tchibo – etwa indem wir die Unternehmenskultur pflegen, einen offenen und ehrlichen Austausch aller Hierarchieebenen untereinander fördern und vielfältige Mitgestaltungsmöglichkeiten schaffen. Gleichzeitig setzen wir uns für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein, investieren in ein gesundes, sicheres Arbeitsumfeld und legen großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung unserer Belegschaft. Schließlich ist auch Vielfalt ein wichtiger Faktor für ein modernes Unternehmen: Wir betrachten die Verschiedenheit unserer Mitarbeiter als große Bereicherung – und erteilen Diskriminierung eine klare Absage. Zur Chancengleichheit gehört für Tchibo selbstverständlich auch eine angemessene, nachvollziehbare und vergleichbare Vergütung. Zusätzlich bieten wir unseren Mitarbeitern ein umfassendes Paket an freiwilligen sozialen Leistungen und eine betriebliche Altersvorsorge.

 

Mehr zum Thema Mitarbeiter

Tchibo macht sich auf zweierlei Arten für die Gesellschaft stark: zum einen durch „Hilfe zur Selbsthilfe“-Projekte in den Ursprungsländern unserer Produkte und zum anderen durch soziales Engagement im direkten Umfeld unserer Standorte.

 

In den Ursprungsregionen engagieren wir uns in bildungs- und berufsorientierten Projekten, etwa durch den Bau von Schulen oder die Einrichtung von Betreuungsangeboten. Gemeinsam mit der Aid by Trade Foundation, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und anderen Organisationen hat Tchibo zum Beispiel ein Schulprojekt in Benin – einem der Länder, aus denen wir Baumwolle für unsere Gebrauchsartikel beziehen – gestartet. In einem ersten Schritt wurden im Jahr 2010 bereits Schulbücher und rund 10.000 Schuluniformen bereitgestellt und der Grundstein für eines von sieben neuen Schulgebäuden gelegt. In Kooperation mit lokalen Bildungsträgern engagiert sich Tchibo in Guatemala dafür, für Kinder von Kaffeefarmern und Wanderarbeitern eine altersgerechte Betreuung mit Bildungsangeboten und Versorgung mit Mahlzeiten bereitzustellen.

 

Über das Engagement in den Ursprungsregionen hinaus will sich Tchibo zunehmend auch für die Menschen im Umfeld der Standorte einsetzen. So spendet Tchibo beispielsweise Kaffeeprodukte an soziale Einrichtungen vor Ort – eine Art Nachbarschaftshilfe. Weitere Beispiele für unser soziales Engagement sind die Spendenaktion „ROTE NASEN“, unsere Beteiligung am „Sozialen Tag“ und an dem Projekt „SeitenWechsel®“ sowie das Corporate Volunteering Programm von Tchibo Polen.

 

Mehr zum Thema Gesellschaftliches Engagement

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