Wir stellen unser Warensortiment schrittweise auf ein nachhaltiges Produktsortiment um.

Beim Design unserer Produkte legen wir auf Funktionalität und Qualität wert. Das Produkt soll so lange wie möglich genutzt werden können. Bei vielen Produkten ist das richtige Material der Schlüssel zum Erfolg.
Die internen Nachhaltigkeitsrichtlinien für das Produktdesign geben Klarheit darüber, welche Materialien erlaubt sind und welche nicht, welche Quellen wir nutzen und welche nicht, welche Nachhaltigkeitsanforderungen wir erreichen und welche neuen Standards und Materialien wir entwickeln wollen. Diese Richtlinien basieren auf einem immer größer werdenden Wissen über Anbaumethoden, Lieferketten, Löhne und Arbeitsbedingungen. Sie sind kein starres Regelwerk, sondern leben von der Weiterentwicklung: Stück für Stück nachhaltiger, und das bedeutet hier auch die Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens im Wettbewerbsumfeld.

 

Umstellung auf ein nachhaltigeres Produktsortiment

  1. Bei der Umstellung auf ein nachhaltigeres Produktsortiment konzentrieren wir uns zunächst auf die Hauptbestandteile unserer Produkte. Diese haben die größte Auswirkung.
  2. Im zweiten Schritt betrachten wir die weiteren Mischmaterialien im Produkt.
  3. Und in einem dritten Schritt schauen wir uns die zusätzlichen Bestandteile, wie Knöpfe und Co., an.

Parallel zur Entwicklung unserer Materialien arbeiten wir auch daran, deren Verarbeitung umweltfreundlicher zu gestalten. Das machen wir, indem wir zum Beispiel umweltverträglichere Imprägnierungen wie ECOREPEL für unsere Regenbekleidung wählen. So erhöhen wir nach und nach die Umwelt- und Sozialverträglichkeit unserer Produkte. Aktuell beschäftigen wir uns außerdem damit, wie wir neben Materialauswahl und Materialverarbeitung unsere Produkte im Designprozess so nachhaltig wie möglich gestalten können.

Konsequente Entwicklung unseres Textilsortiments – schon 60 % der gesamten Textilmaterialien sind nachhaltiger.

Nachhaltigkeitsanteil pro Material

  • Baumwolle 96 %

  • Synthetik 7 %

  • Man-made zellulosebasierte Fasern 95 %

  • Tierfasern 23 %

Unsere Ziele

Bis 2025 sind 100% der Tchibo Textilien aus nachhaltigen Materialien.

100% Baumwolle aus nachhaltigen Quellen (2022)

100% unserer Kaschmirwolle ist aus verantwortlicher Tierhaltung (2022)

100% unserer Merinowolle und Daunen sind aus verantwortlicher Tierhaltung (2022)

100% synthetische Fasern aus recycelten Quellen (2025)

100% zellulosebasierte Fasern sind aus nachhaltigem Holz (2025)

100% unserer Wolle ist aus verantwortlicher Tierhaltung (2025)

50% der Tchibo Hartwaren sind aus nachhaltigem Material oder langlebig designed (2025)

Unsere nachhaltigen Materialien

Baumwolle

Baumwolle

Baumwolle ist im konventionellen Anbau sehr ressourcenintensiv. Der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und anderen Chemikalien ist vergleichsweise sehr hoch. Deswegen haben wir uns vor mehr als 14 Jahren dazu entschieden, auf nachhaltigere Baumwolle umzustellen. Den Fokus legen wir dabei auf Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau, da hier keine chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden dürfen. Hierfür arbeiten wir mit den Zertifizierungsstandards Organic Content Standard (OCS) und dem Global Organic Textile Standard (GOTS). Ergänzend arbeiten wir seit 2007 auch mit der Initiative Cotton made in Africa (CmiA) der Stiftung Aid by Trade zusammen.

Darüber hinaus fördern wir in verschiedenen Projekten den umweltschonenden Anbau von Baumwolle direkt auf Farmebene. Die Baumwolle aus diesen Projekten soll zukünftig in unsere Lieferketten und Produkte fließen. So unterstützen wir als Tchibo die Umstellung von konventionellem zu nachhaltigerem Anbau, geben Farmer*innen mehr Planbarkeit und Sicherheit, erhöhen die Transparenz vom Ursprung bis in unsere Produkte und können darüber hinaus durch den direkten Kontakt zu Farmer*innen und Kooperativen viel gezielter Umwelt- und Sozialthemen gemeinsam angehen, wie zum Beispiel die Reduktion des Wasserverbrauchs oder Women Empowerment.

Synthetische Fasern

Synthetische Fasern

Um endliche Ressourcen zu schonen und der zunehmenden Umweltverschmutzung durch Plastikmüll entgegenzuwirken, setzen wir seit 2018 recycelte Fasern ein, beispielsweise aus alten Fischernetzen, PET-Flaschen oder Textilabfällen.

Weil die verwendeten Garne aus recyceltem Material mit dem Global Recycling Standard (GRS) oder Recycled Claim Standard (RCS) zertifiziert sind, können wir genau nachweisen, wie hoch der Anteil an recyceltem Material in jedem unserer Produkte ist.

Zellulosebasierte Chemiefasern

Zellulosebasierte Chemiefasern

Nach wie vor gehören Viskose, Modal und Lyocell zu den wichtigsten Textilmaterialien in unserem Sortiment. Doch auch hier gilt: Der nachwachsende Ursprung macht sie nicht automatisch nachhaltig. Daher setzen wir auf zellulosebasierte Chemiefasern aus nachhaltigeren Quellen. Die Fasern stammen mindestens aus zertifizierter Forstwirtschaft und werden zum großen Teil zusätzlich auf nachhaltigere Art und Weise verarbeitet.

Tierische Fasern und Materialien

Tierische Fasern und Materialien

Tierwohl ist eine wesentliche Komponente unseres Nachhaltigkeitsengagements. Unser Ziel ist es, nur dann Materialien tierischen Ursprungs für unsere Tchibo Produkte einzusetzen, wenn die Tiere während Haltung, Schur, Transport oder Schlachtung artgemäß gehalten werden. Gleichzeitig arbeiten wir daran, alternative Materialien ohne tierischen Ursprung zu nutzen und deren Einsatz zu fördern.

Um das Tierwohl und die Umwelt für unsere Materialien aus tierischem Ursprung zu schützen, arbeiten wir mit anerkannten Standards, die von unabhängigen Dritten überprüft werden: DOWNPASS Standard, Responsible Wool Standard (RWS). 2021 setzen wir außerdem The Good Cashmere Standard von der Stiftung Aid by Trade für unsere Sortimente ein.

Lies mehr dazu in unserer Tierwohlpolitik!

Innovative Materialien

Innovative Materialien

Mit Blick nach vorn halten wir kontinuierlich Ausschau nach neuen Ideen und innovativen Materialien, die unser Sortiment noch nachhaltiger machen.

Einige innovative Materialien haben wir bereits in unsere Regale gebracht: ECONYL® (eine recycelte Faser aus Nylonabfällen, wie Fischernetzen, Stoffresten und Teppichabfällen), Non Food-Artikel aus I’m Green™ PE (einem Bio-Polyethylen aus Zuckerrohr), Textilien mit einer Mischung aus recycelten PET-Flaschen und recyceltem Kaffeesatz und auch aus recyceltem Kaschmir.

Holz und Papier

Holz und Papier

Die Förderung von verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung und der Ausschluss von illegaler Rodung gehören für uns zum absoluten Fundament unseres Nachhaltigkeitsengagements. Wir setzen auf einen ausgewogenen Mix aus Hölzern europäischer Herkunft und nachhaltig zertifizierten Hölzern aus tropischen oder borealen Klimazonen.

Wälder sind unersetzbar. Um zu ihrem Schutz beizutragen, ergreifen wir in der Produktgenese verschiedene Maßnahmen: von der Rückverfolgung der Herkunft über Nachweise der Lieferant*innen bis hin zum hohen Nachhaltigkeitsstandard FSC®.

Kunststoff

Kunststoff

Wir sind der Meinung, dass Kunststoff auch aus Umweltsicht ein sinnvolles Material sein kann, wenn er richtig genutzt, entsorgt und recycelt wird. Daher verfolgen wir das Prinzip „Zero Waste“ vor „Zero Plastic“. Das heißt, wir wollen so wenig Einwegplastik und -produkte sowie Müll produzieren wie möglich. Ressourcenschonung und geschlossene Stoffkreisläufe, also die Recyclingfähigkeit unserer Produkte sicherzustellen, spielen hierbei eine zentrale Rolle. Deshalb fokussieren wir uns bei Kunststoffprodukten darauf, recycelte, bio-basierte und recyclingfähige Materialien einzusetzen.