2014 haben wir das Greenpeace Closed Loop Commitment unterzeichnet.

Mit diesem Abkommen verpflichten wir uns, ressourcenschonende Produkte zu entwickeln.

Wir verbrauchen pro Jahr weltweit 1,7 Erden. Das heißt, wir nutzen jedes Jahr 1,7-mal mehr Ressourcen als jährlich nachwachsen können. Gleichzeitig erhöht eine wachsende Wegwerfmentalität unser weltweites Müllaufkommen. Diesen Herausforderungen stellen wir uns, indem wir wertvolle Ressourcen einsparen und wiederverwenden.

Dabei setzen wir nachhaltige und recycelte Rohstoffe ein, und schon bei der Entwicklung unserer Produkte prüfen wir ihre Langlebigkeit und Recyclingfähigkeit und verringern den ökologischen Fußabdruck.

Unsere Herangehensweise

Aus Altem Neues machen

Plastikabfälle können die Natur verschmutzen. Sie können aber auch, wie bei uns, als wertvolle Ressourcen für neue Produkte genutzt werden. So kann aus PET-Flaschen Sportmode werden: Für ein in 2019 verkauftes Herren-Lauf-Shirt wurden 18 PET-Flaschen recycelt (Quelle: Textile Exchange). In 2019 haben wir nicht nur Textilprodukte, sondern auch Hartwarenprodukte, wie zum Beispiel Spülbürsten, aus recycelten Materialien hergestellt. Recycelte Fasern gewinnen wir nicht nur aus PET-Flaschen, sondern auch aus Fischernetzen und Textilabfällen. Das spart Rohstoffe und schont die Umwelt.

Eine lange Freundschaft

Es gibt viele gute Gründe, sich immer wieder etwas Neues zu kaufen, aber es gibt noch viel bessere Gründe, ein Produkt so lange wie möglich zu nutzen: Das bewahrt Ressourcen, verringert die Belastung unserer Ökosysteme und schützt damit unsere Lebensgrundlage. Qualität und eine lange Lebensdauer unserer Produkte stehen deswegen seit mehr als 70 Jahren bei uns im Fokus.

Damit unsere Kund*innen lange oder wieder Freude an unseren Produkten haben, geben wir auf unser Webseite www.tchibo.de/nachhaltigkeit Tipps für die richtige Pflege von Produkten. Zum Beispiel wie Rostbestände auf Küchenmessern mit einem Korken beseitigt werden können. Hier finden sich auch Upcycling-Ideen und Hinweise zum Recycling.

Erfahre mehr in unserem Nachhaltigkeitsglossar

Trennung, aber richtig

Können Produkte nicht mehr genutzt werden, ist uns eine „faire Verwertung“ wichtig. Wir ermutigen unsere Kund*innen auf unserer Webseite, ihre Altkleider und -textilien einfach und fachgerecht über das verbraucherfreundliche Rücknahmesystem unseres Partners FairWertung e. V. zurückzugeben.

Tchibo Share

2018–2020

Als Prototyp und „Testfeld” für nachhaltigen Konsum haben wir 2018 Tchibo Share in Kooperation mit dem Unternehmen „kilenda“ gelauncht. Als erster Anbieter im Mainstream haben wir Kinder- und Damenbekleidung — Hosen, Jacken, Regenbekleidung, Bettwäsche und Accessoires — online vermietet.
2019 haben wir das Angebot weiterentwickelt und neue Sortimente (Spielzeug, Babytragen, Kindermöbel, Campingausrüstung und Kaffeezubehör) eingeführt sowie Partnerschaften mit anderen nachhaltigen Marken bzw. Produzenten getestet.
Anfang 2020 haben wir ergänzend zur Vermietung ausgewählte Produkte auch im Second-Hand-Verkauf angeboten. Dies betraf vor allem Produkte mit kleinen Gebrauchsspuren, die die hohen Qualitätsanforderungen in der Vermietung nicht mehr erfüllten, aber dennoch sehr gut weitergenutzt und getragen werden konnten.
Insgesamt wurde der Mietservice medial und seitens der Kund*innen sehr positiv beurteilt und als innovativ wahrgenommen. Allerdings blieb die Anzahl der tatsächlichen Nutzer*innen begrenzt. Als Problem erwiesen sich die geringe Produktauswahl, die ungewohnte Handhabung und die mangelnde Bekanntheit des Service.

Über das Ende von Tchibo Share – und einen Neuanfang

Trotz sehr positiver Resonanz in der Öffentlichkeit und Weiterentwicklungen im Sortiment und im Service konnte bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie keine ausreichende Zahl von Kund*innen mit dem Angebot überzeugt werden. Durch den weiteren Bestellrückgang während der Pandemie und der Geschäftsaufgabe unseres Partnerunternehmens kilenda wurde beschlossen, den Mietservice Ende 2020 einzustellen. Ein Neukonzept für nachhaltigen Konsum im Mainstream wird entwickelt. Gleichzeitig werden geschlossene Stoffkreisläufe in das Produktdesign und in die Verpackungsgestaltung integriert.